KBA Dienstsitz in Flensburg

Bundesminister Andreas Scheuer hat den Diplom-Ingenieur Richard Damm zum Präsidenten des Kraftfahrt-Bundesamtes ernannt. Bild: KBA

| von Götz Fuchslocher
Richard Damm ab 1. Februar 2020 Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes
Ab 1. Februar 2020 wird Richard Damm Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes. Bild: KBA

Damm wird mit Wirkung vom 1. Februar 2020 zum Präsidenten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Die Ernennung erfolgte am vergangenen Freitag, 24. Januar durch den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU). Wie das KBA mitteilt, ist der Diplom-Ingenieur Damm (Jahrgang 1974) anerkannter Experte im Bereich der weltweiten Harmonisierung von Vorschriften zur Genehmigung und Überwachung von Kraftfahrzeugen. Unter seiner Mitwirkung wurden die weltweit gültigen Bestimmungen zu Fahrzeugvorschriften zum Abbau von Handelshemmnissen weiterentwickelt. Damm war außerdem Mitglied im Board of Directors des European New Car Assessment Programme, einem Programm zur Verbraucherinformation über das Sicherheitsniveau und das Umweltverhalten von neuen Fahrzeugen.

Zu seinem Fachgebiet zählten außerdem Fragen der Automatisierung, Vernetzung und Digitalisierung auf EU und UNECE-Ebene. Aktuell ist er Vorsitzender des internationalen Expertengremiums für automatisiertes und vernetztes Fahren der UN-Wirtschaftskommission für Europa in Genf. Vor seiner Berufung zum Präsidenten des Kraftfahrt-Bundesamtes war Richard Damm im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin tätig. Dort war er unter anderem für die Einführung der Marktüberwachung von Kraftfahrzeugen in Deutschland zuständig.

Im Rahmen seiner Ernennung sagte Damm: „Das Kraftfahrt-Bundesamt ist eine der interessantesten Behörden in Deutschland. Wir haben hier die Möglichkeit, moderne Mobilitätsformen voranzubringen. In den Bereichen Digitalisierung, Open Data sowie der Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen kann das Kraftfahrt-Bundesamt international eine Führungsrolle einnehmen und seine Fachkompetenz weiter ausbauen." Wie Damm zudem sagte, möchte er die Chancen der Digitalisierung auch nutzen, um das Kraftfahrt-Bundesamt noch bürgernäher zu machen – mit einfachen Verfahren bei Online-Auskünften und transparenten und verständlichen Informationen.

Bundesminister Scheuer dankte dem noch amtierenden KBA-Präsident Zinke: „Das Kraftfahrt-Bundesamt ist unter Präsident Ekhard Zinke digitaler, fortschrittlicher und moderner geworden. Es ist national wie international vernetzt und angesehen. Bei der Marktüberwachung steht das KBA inzwischen an der europäischen Spitze." Diese und andere Weichen habe Zinke in seinen mehr als 27 Jahren im KBA gestellt. Mit Blick auf den künftigen Präsidenten sagte Scheuer: „Ich freue mich zugleich, dass wir mit Richard Damm einen ebenso erfahrenen Fachmann gewinnen konnten, der das Amt in einer für Gesellschaft und Mobilität spannenden Zeit weiterführen wird. Er ist Experte, wenn es um die weltweite Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften geht. Und er ist mit Fragen des automatisierten und vernetzten Fahrens bestens vertraut.“