Mercedes-AMG One

Insgesamt 275 AMG One werden in Handarbeit in Großbritannien gefertigt. (Bild: Mercedes-Benz)

Die ersten Fahrzeuge sollen im zweiten Halbjahr 2022 an Kunden ausgeliefert werden. Im AMG One bringt der Hersteller einen Hybridantrieb aus der Formel 1 auf die Straße, der einen 1,6-Liter-V6-Turbomotor mit vier Elektromaschinen kombiniert. Dessen Fertigung und Entwicklung ist im britischen Brixworth angesiedelt, wo auch die Power Units für die Fahrzeuge des Rennteams Mercedes-AMG Petronas F1 entstehen. Die Fertigung des Gesamtfahrzeugs übernimmt das Werk in Coventry.

„Der Mercedes-AMG One ist das ambitionierteste Projekt, das wir uns jemals vorgenommen haben – von der Entwicklung bis zur Produktion. Es markiert einen weiteren Höhepunkt in der erfolgreichen strategischen Weiterentwicklung von Mercedes-AMG in Richtung einer elektrifizierten Future of Driving Performance“, erklärt Philipp Schiemer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Mercedes-AMG. Die Fertigung der exklusiven Kleinserie sei dabei eine ganz besondere Herausforderung. Das Hypercar bringe erstmals aktuelle Hybrid-Technologie aus der Formel 1 nahezu eins zu eins auf die Straße. „Die Umsetzung erfolgt jetzt im engen Teamwork zwischen Mercedes-AMG in Affalterbach, den Formel 1-Experten von Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth und unserem Produktionspartner Multimatic. Wir als gesamtes Team sind sehr stolz, nun die Produktion der ersten Kundenfahrzeuge begonnen zu haben“, so Schiemer.

Produktion des AMG One ist Handarbeit

Die Fertigung des Modells erfolgt in Handarbeit an insgesamt 16 Montage und Prüfstationen. Die Prozesse würden dabei an die Herstellung von Luxusuhren erinnern, so der Hersteller: So werden einige Baugruppen zunächst vormontiert und auf ihre Funktion geprüft, um diese anschließend wieder zu demontieren und ins Fahrzeug einzubauen. Dies gelte etwa für das Kohlefaser-Monocoque mit integriertem Dach sowie alle Karosserie-Anbauteile, die aus dem leichten und stabilen, aber auch kostspieligen Werkstoff bestehen.

Bei der Fertigung des AMG One beginnen die Mitarbeiter mit der kompletten Montage der Außenhaut. Spezialisten überprüfen dann alle Passformen und bringen diese wenn nötig auf Maß, um ein gleichmäßiges Fugenbild zu schaffen. Dabei müssen die Mitarbeiter die abschließende Lackierung mit einberechnen, durch die eine weitere Schicht hinzukommt. Notwendig macht dies unter anderem die Tatsache, dass die Wandstärke des genutzten Carbons an bestimmten Stellen nur rund 1,2 Millimeter beträgt. Passen die Bauteile optimal zusammen, werden die Anbauteile inklusive Türen und Hauben wieder demontiert und als Carset für jedes einzelne Fahrzeug von Hand lackiert.

Vor der Verbindung von Rohkarosserie und dem Antrieb von Mercedes-AMG High Performance Powertrains werden der Turbomotor und die Hochvoltbatterie auf Prüfständen in Brixworth mit exakt den Verfahren geprüft, die auch Formel-1-Aggregate des Herstellers durchlaufen. Insgesamt arbeiten über 50 Spezialisten an jedem AMG One. Nach jeder Station innerhalb der Fertigung prüfen diese anhand vorab festgelegter Merkmale die Qualität des Fahrzeugs. Zum Abschluss der Produktion nimmt ein Werkstestfahrer jedes einzelne Modell auf einem nahegelegenen Versuchsgelände noch einmal final ab.

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