Das ist das Ergebnis einer Studie des Center of Automotive Management (CAM). Demnach ist Toyota mit einem weltweiten Anteil von 26 Prozent im Vergleich der Autobauer unangefochtener Patent-Weltmeister. VW kann sich in der Rangliste auf Platz 4 vorschieben.

Laut CAM-Einschätzung zeichnen sich die enormen technologischen Veränderungen in der Autoindustrie auch in den stark gestiegenen Patentzahlen ab. So hat sich im Vergleich zu 2006 die Zahl der jährlichen Patentveröffentlichungen der 18 globalen Hersteller von 45.000 auf 57.000 im vergangenen Jahr erhöht.

Besonders Gas gegeben in Sachen Patente haben in den vergangenen Jahren Volkswagen, Ford und General Motors. Im Vergleich zu 2006 haben sich die Patentveröffentlichungen bei VW und Ford mehr als verdoppelt. GM – von einem niedrigen Niveau kommend – konnte die Zahl seiner Patente nahezu verfünffachen.

Veränderung der Technologie-Schwerpunkte

Die Patente liefern auch Indizien auf die sich veränderten technologischen Schwerpunkte der Autobauer. Studienleiter Stefan Bratzel: “Die Patenttrends zeigen, dass viele Automobilhersteller in den letzten Jahren ihren Technologiefokus im Antrieb umbruchartig verändert haben.” So seien die OEMs nun jenseits des Verbrennungsmotors auf der Suche nach Lösungen im Bereich der Hybridantriebe und er Elektromobilität.

Auch bei den alternativen Antrieben ist Toyota laut Studie mit weitem Abstand der Patentkönig. Gleiches gilt für die Elektromobilität. In Sachen Brennstoffzelle weisen nur wenige Autobauer nennenswerte Patentaktivitäten auf: Im jahr 2014 dominieren die japanischen Hersteller Toyota, Honda, Nissan sowie GM und Hyundai. Hier sind die deutschen Hersteller Volkswagen und BMW kaum vertreten.

Doch nicht jedem gelingt es, mit Hilfe seiner Erfindungen und Patente auch kundenrelevante Innovationen zu schaffen. „Bei Toyota, Honda und Nissan zahlt in den letzten Jahren die hohe Patentstärke nicht in dem Maße auf deren Innovationskraft ein“, so Bratzel.

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Gabriel Pankow