Porsche: Neues Antriebsprüfgebäude nimmt Betrieb auf

Die neue Anlage vereint Prüfstände für konventionelle, hybride und elektrische Antriebe. Bild: Porsche

„Das neue Antriebsprüfgebäude ist die ideale Ergänzung unseres Leistungsspektrums im Entwicklungszentrum Weissach“, sagt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG. „Wir arbeiten hier kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Motoren zu steigern. Mit den 18 neuen Prüfständen können wir unsere Fortschritte noch exakter testen und dokumentieren – egal, ob es sich um konventionelle, hybride oder rein elektrische Antriebstechnologien handelt.“ Insgesamt stehen den Entwicklern am Standort Weissach nun rund 70 Prüfstände zur Verfügung.

Als Besonderheit gilt der neue Hochvoltverbundprüfstand, der für rein elektrische Fahrzeuge ausgelegt ist. „Hier testen wir das gesamte elektrische Antriebssystem, inklusive der realen Batterie, so wie sie im Fahrzeug verbaut ist“, erläutert Gregor Haffke, Leiter Antriebsprüffeld bei Porsche. Darüber hinaus lassen sich an diesem Prüfstand auch Ladestrategien und -technologien für unterschiedliche Märkte erproben.

Bei der Frage nach der Höhe des mit der Gesamtanlage verbundenen Investments verweist Porsche auf „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag“, der seit 2010 am Standort Weissach bereits in den Bau neuer Gebäude und Anlagen investiert wurde, „zu denen auch das neue Antriebsprüfgebäude gehört.“

Der neue Gebäudekomplex ist laut Porsche „geprägt vom architektonischen Leitgedanken der Effizienz“. Um die Ingenieure und Prozesse noch besser miteinander zu vernetzen, sind die Wege kurz. Logistikeingang, Vorbereitungsflächen, Prüfstände und Büroarbeitsplätze sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Damit soll der interdisziplinäre Austausch zwischen den rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewährleistet werden.

Zwei von sieben Geschossen der Anlage befinden sich unterhalb des Geländeverlaufs. So konnte das Gebäude an den unterirdischen Versorgungstunnel angebunden werden, der durch das Werk führt. „Die dunkle Fassade macht das Gebäude vor der Kulisse des dunkel erscheinenden Waldes aus der Ferne nahezu unsichtbar“, sagt Martin Rath, Projektleiter neues Antriebsprüfgebäude der Porsche AG. 

Die Rückseite des Gebäudes ist 18 Meter tief in den Hang eingegraben. Die 250.000 Kubikmeter Felsaushub, die dabei entstanden waren, wurden zu großen Teilen vor Ort aufbereitet, zwischengelagert und wiederverwendet. Mit der Abwärme der Motorenprüfstände wird im Winter außerdem eine Niedrigtemperaturheizung für die Büros betrieben. So lassen sich rund 25 Prozent des Raumwärmebedarfs abdecken. Das Dach des Gebäudes ist begrünt.