Der TÜV SÜD: baut Testkapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien aus

Ein Ziel des TÜV Süd ist es, zukünftig als One-Stop-Shop für Batterieprüfungen zu agieren. Bild: TÜV Süd

| von Götz Fuchslocher

Die Investitionen sind ein wesentlicher Schritt in unserer Wachstumsstrategie und untermauern unser Ziel, zukünftig als One-Stop-Shop für Batterieprüfungen zu agieren“, sagt Christian Theek, Geschäftsführer der TÜV Süd Battery Testing GmbH. Für Zellperformance-Prüfungen wurden über 700 zusätzliche Testkanäle installiert. Damit betreibe man jetzt eines der größten und modernsten Testfelder im Bereich Performance- und Alterungstests für Batteriezellen in Europa.

Zusätzlich wurde ein Laborbereich für die Prüfung von Lithium-Ionen-Batterien mit dem Schwerpunkt UN38.3-Transportprüfungen und Sicherheitstests nach IEC 62133 inklusive CB-Zertifizierung geschaffen. Die Fokussierung dieses Laborbereichs optimiere die Teststände entsprechend, wodurch sich Durchlauf- und Vorlaufzeiten für die einzelnen Prüfungen deutlich reduzieren sollen. Im Zuge des Laborausbaus wurden auch Erweiterungen im Crashzentrum vorgenommen. So ermögliche ein neues Schlittensystem Schockbelastungen mit einer Beschleunigung von bis zu 150 g und Tests von Batterien bis zu 1.000 kg. Das neue, modulare System reduziere außerdem die Rüstzeiten und erhöhe damit den Testdurchsatz. Neben Schocktests für Batterien (etwa nach ECE-R100.02) werden auf der Crashanlage auch Schockprüfungen für weitere Komponenten wie etwa Sitze, Gurte und Dachträger durchgeführt.

Durch den umfangreichen Akkreditierungs-Scope, über den man im Bereich Crashtests verfüge, können die durchgeführten Tests laut TÜV Süd für die Zulassung der Komponenten bei einer nationalen Zulassungsbehörde verwendet werden.