VW Phaeton

Seit 2002 konnte VW rund 90.000 Phaeton absetzen. – Bild: Volkswagen

Der Luxusliner wird auf dem Modularen Längsbaukasten von Volkswagen aufbauen. Dieser bildet die Plattform für alle Oberklasse-Limousinen aus dem Konzern. So wird er auch die als Plattform des neuen A8 dienen. Während das Audi-Flaggschiff auf den BMW 7er als Konkurrenten abzielt, wollen die Wolfsburger mit dem neuen Phaeton der Mercedes S-Klasse Paroli bieten.

Der Phaeton soll das komfortabelste Auto in seinem Segment werden und damit noch die S-Klasse übertreffen. So soll der luftgefederte Phaeton über Sensoren und Kamerasysteme verfügen, die im Gegensatz zur S-Klasse auch nachts und bei höheren Geschwindigkeiten Fahrbahnunebenheiten frühzeitig erkennen und wegfedern können. Außerdem soll das künftige VW-Topmodell leichter als das aktuelle Topmodell von Mercedes werden. Der Phaeton wird voraussichtlich bis zu einem Tempo von 60 km/h in der Stadt teilautonom fahren können, auf der Autobahn auch wesentlich schneller. Auch Überholmanöver soll der Phaeton dort selbstständig durchführen können.

Ob das reicht um Daimler die Oberklasse-Kunde abzugraben, bleibt abzuwarten. Zieht man den historischen Vergleich heran, sieht es für den Paheton eher düster aus: Seit 2002 konnte Volkswagen 90.000 Einheiten seines Flaggschiffs absetzen. Im gleichen Zeitraum konnte Mercedes von der S-Klasse nahezu eine Million Einheiten verkaufen. Auch eine Plug-In-Version dürfte nicht unbedingt zu einer Absatzexplosion des Phaeton führen. Schließlich gibt es auch die S-Klasse ? und ab nächstem Jahr auch den 7er ? als Steckdosenmodell.

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Gabriel Pankow