Jaguar Land Rover virtuelle Augen

Mit „virtuellen Augen“ Vertrauen in autonome Fahrzeuge schaffen: Dieses Ziel verfolgt ein neues Forschungsprojekt von Jaguar Land Rover. Bild: JLR

Um Vertrauen in autonome fahrzeuge zu schaffen, greift Jaguar Land Rover in einem neuen Forschungsprojekt auch auf die Unterstützung von Psychologen zurück sowie auf die Möglichkeiten der Partner im von der britischen Regierung unterstützten Konsortium UK Autodrive zur Förderung autonomer und vernetzter Mobilität. Kognitionspsychologen sollen wertvolle Hinweise zum Verständnisn liefern, wie das Verhalten der Fahrzeuge den Grad des menschlichen Vertrauens in die neue Technik beeinflusst. als ein mögliches Mittel sieht man virtuellen Augen. Sie verschaffen den selbstfahrenden Pods ein „freundliches Gesicht“. Auf diese Weise lässt sich herausfinden, wie viele Informationen künftige autonome Fahrzeuge mit ihren Nutzern und mit Fußgängern teilen müssen, damit Menschen den Technologien vertrauen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts bewegen sich die intelligenten Pods autonom innerhalb einer dem Straßenbild von Coventry nachempfundenen Szenerie, sodass sich das Verhalten von Fußgängern beim Überqueren der Straße realitätsgetreu analysieren lässt. Erdacht wurden die virtuellen Augen von einem Team Entwicklungsingenieure aus der Abteilung Future Mobility von Jaguar Land Rover. Über die Augen „erkennen“ die selbstfahrenden Pods den Fußgänger und blicken ihn dann scheinbar direkt an. Dies signalisiert dem Fußgänger, dass er vom Fahrzeug registriert wurde und die Technik entsprechend reagiert. Die Ingenieure messen dabei das Vertrauens-Level bevor und nachdem der Pod „Blickkontakt“ aufgenommen hat.

Pete Bennett, Future Mobility Research Manager bei Jaguar Land Rover, sagt: „Es zählt zu den Selbstverständlichkeiten, dass Fußgänger Blickkontakt zum Fahrer eines nahenden Wagens aufnehmen, bevor sie die Straße betreten. Es ist uns wichtig zu verstehen, wie sich dies in die stärker automatisierte Welt der Zukunft übertragen lässt. Wir möchten herausfinden, ob es sinnvoll ist, die Menschen mit umfassenden Informationen über die Absichten eines Fahrzeugs zu versorgen – oder ob man einen Fußgänger einfach nur wissen lässt, dass er erkannt wurde und auf diese Weise Vertrauen aufbaut.“