Mitarbeiter bedient den 3D-Drucker EOS M 400 zur Fertigung von Werkzeugsegmenten.

Audi nutzt den industriellen 3D-Drucker EOS M 400 zur Fertigung von Werkzeugsegmenten Bild: Audi

| von Götz Fuchslocher

Für die Fertigung ausgewählter Werkzeugsegmente zur Warmumformung setz Audi nun komplett auf 3D-Druck. Die additive Fertigung mit der Technologie von EOS aus Krailling bei München finde aktuell bei zwölf Segmenten von vier Werkzeugen zur Warmumformung Verwendung. Der Druck von deutlich mehr Segmenten sei geplant, heißt es. Die Konstruktionsabteilung in Ingolstadt erstellt komplette Werkzeuge, die bis zu fünf auf drei Meter messen können. Die einzelnen additiv gefertigten Werkzeugsegmente wiederum erreichen eine Länge von bis zu 400 Millimetern und ein Gewicht von bis zu 120 Kilogramm. Audi nutzt EOS zufolge die mit dem System M 400 gefertigten Werkzeugsegmente in seinem Presswerk zur Herstellung von Karosserieteilen, unter anderem für den Audi A4, und plane dies auch für künftige Elektrofahrzeuge.

Wie die 3D-Druck-Experten mitteilen, sei dies ein Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Audi und EOS in Ingolstadt. Bereits vor und beim Aufbau des 3D-Druckzentrums von Audi 2016 habe man mit Technologie und Know-how unterstützt. Mehrere 100.000 Teile wurden demnach bereits mit den 3D-gedruckten Werkzeugen gefertigt und in ausgewählten Modellen verbaut. Nun ernte man die Früchte einer jahrelangen Entwicklung innerhalb der Audi-Produktion, sagt Matthias Herker, technischer Projektleiter im Audi Metall-3D-Druckzentrum und ergänzt: "Wann immer die konventionellen Herstellungsmethoden an ihre Grenzen stoßen, greifen wir auf die additive Fertigung zurück – und können somit die Qualität beziehungsweise Fertigungszeit einhalten.

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