Kuka-Industrieroboter im Einsatz bei Skoda

In Sachen Industrie 4.0 droht der Standort Deutschland, gegenüber der internationalen Konkurrenz an Boden zu verlieren. Bild: Skoda

| von Werner Beutnagel

Zwar meldet Deutschland nach wie vor mehr Patente in diesem Feld an, als jedes andere europäische Land, im internationalen Vergleich fällt die Bundesrepublik aber zurück. Das internationale Patentaufkommen ist in diesen Bereichen in den vergangenen Jahren rapide gestiegen, von 2010 bis 2018 im Schnitt um 20 Prozent pro Jahr. Das ist fünfmal so schnell wie im Durchschnitt über alle Technologiefelder hinweg.

Von den fast 40.000 im Jahr 2018 angemeldeten internationalen Patentfamilien aus dem Bereich stammten 2.051 aus Deutschland. Das ist zwar fast jede dritte aus Europa, doch weltweit reicht es nur für Platz fünf hinter den USA mit 11.927, Japan (6.679), China (6.307) und Korea mit 4.370 Anmeldungen. Und Deutschlands Position wird schwächer, denn mit im Schnitt 14,9 Prozent Wachstum pro Jahr liegt es deutlich hinter den USA, Südkorea und China.

Diese Entwicklung zeigt sich auch, wenn man das im Bereich Industrie 4.0 patentstärkste deutsche Unternehmen betrachtet. Bei den Anmeldungen zwischen 2000 und 2009 liegt Siemens mit einem Anteil von 1,8 Prozent am Patentaufkommen weltweit noch auf Rang vier. Bei den Anmeldungen zwischen 2010 und 2018 reicht es nur noch für den 18. Platz und 0,8 Prozent des Aufkommens - obwohl auch beim Münchner Konzern die Zahl der angemeldeten Patentfamilien deutlich gestiegen ist.

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