Läpple fertigt CFK Motorhaube des BMW M4 GTS

"Schwarze Kunst": Die Motorhaube aus Kohlenstofffaser verstärktem Kunststoff (CFK). Bild: Läpple

Für den „ersten CFK-Kleinserienauftrag in der Unternehmensgeschichte von Läpple Automotive“  wurde ein Ansatz zur Erstellung der Bauteile über konventionelle Pressen aufgesetzt. Alle Prozessschritte wurden neu definiert. 

Die Produktion der Motorhaube erfolgt nun mittels eines erstmalig genutzten Pressverfahrens, welches eine wirtschaftliche und serientaugliche Verarbeitung von Leichtbaumaterialien ermöglicht. Bei dem Verfahren werden Bauteile aus bereits imprägnierten CFK-Halbzeugen produziert. Es kann ein einfacheres Presswerkzeug eingesetzt werden, was sich als Kostenvorteil niederschlägt.  Nach Anfertigung von Außenteil und Innenteil werden beide Teile mit verschiedenen Verstärkungen aus CFK in einer Karosserie-Rohbauanlage verklebt.

Das Pressverfahren gibt Läpple Automotive zudem die Möglichkeit, das Know-how aus dem Bereich der Blechumformung für die Produktion von CFK Bauteilen zu nutzen.

Um passende Lösungen in den Bereichen Umformung und Fügen von Leichtbau-Materialien bieten zu können, steht der Ausbau der Expertise in Bezug auf moderne Prozesse und Methoden bei Läpple Automotive im Fokus. Die Kernkompetenz liegt hierbei auf verschiedenen Warm- und Halbwarmumformungen für beispielsweise hochfeste Aluminiumlegierungen, Magnesium, kohlefaserverstärkte Kunststoffe oder Hybrid Werkstoffe. Darüber hinaus werden innovative Fügetechniken eingesetzt um unterschiedliche Materialkomponenten zu verbinden.

Im Sommer dieses Jahres, so Läpple Automotive, werde am Standort Heilbronn zudem ein eigenes Leichtbau-Technologiezentrum eröffnet. Hier sollen künftig gemeinsam mit den Kunden individuelle und seriennahe Erprobungen und Versuche durchgeführt werden. Läpple Automotive begleitet dabei den gesamten Prozess von der Kundenanfrage über die Projektkonzeption bis hin zur Realisierung.