Volkswagen Group Components eröffnet eigenen Späneschmelzofen in der Gießerei Kassel

(v.l.n.r.) Herbert Steiner, Geschäftsfeldleiter Motor und Gießerei, Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold, Gießereileiter Mirco Wöllenstein, CEO der Volkswagen Group Components Thomas Schmall, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats Ulrike Jakob und Werkleiter Olaf Korzinovski bei der Einweihung des neuen Schmelzofens. Bild: Volkswagen

| von Götz Fuchslocher

Wie Volkswagen Group Components mitteilt, wurde der neue Späneschmelzofen vergangene Woche im Rahmen eines Symposiums vom Vorstand in Betrieb genommen. Alle im Werk Kassel anfallenden Aluminiumspäne sollen demnach zukünftig wieder in den Gießprozess zurückgeführt werden. Aktuellen Prognosen zufolge reduziere sich der Energiebedarf um etwa 3.250 MWh/a und der CO2-Ausstoß um über 1.400 t/a, teilt das Unternehmen mit. Das gelinge durch einen innovativen Schmelzprozess auf dem eigenen Werksgelände. Gleichzeitig werde der Lkw-Verkehr entlastet, da die Transporte durch ein Verwertungsunternehmen wegfallen.

Pro Tag fallen Angaben Volkswagens zufolge allein in Kassel etwa 20 Tonnen Aluminiumspäne an, die in der Anlage eingeschmolzen werden. Mittelfristig soll die Gießerei weitere 40 Tonnen Material aus anderen europäischen Volkswagen-Werken zusätzlich einschmelzen. Die Gießerei Kassel liefere damit einen Beitrag für die Volkswagen Group Components und den Volkswagen Konzern auf dem Weg zum Leitbild „goTOzero“, teilt das Unternehmen mit.

Für die Gießerei Kassel ist es eine mutige und gleichzeitig wegweisende Entscheidung, Späne in einem so großen Maßstab selbst einzuschmelzen. Das Verfahren dazu ist innovativ und komplex, da sich auf den Spänen keine Korrosion bilden darf. Wir arbeiten werks- und geschäftsfeldübergreifend zusammen, damit die maximale CO2-Einsparung für unsere Umwelt und unser Unternehmen erzielt wird“, so Mirco Wöllenstein, Gießereileiter in Kassel.

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