Der neue L200 ist – wie hier im Bild – als Doppelkabiner sowie als Club Cab erhältlich.

Der neue L200 ist – wie hier im Bild – als Doppelkabiner sowie als Club Cab erhältlich. (Bild: MitsubishiPick-ups sind hierzulande eine eher zurückhaltende Spezies im Straßenbild. 2014 konnten sich in Deutschland aber immerhin rund 15.000 Menschen für einen der nützlichen Laster mit Pritschenaufbau begeistern. Den Schwerpunkt der Käufer bilden Gewerbetreibende, die laut Mitsubishi-Deutschland-Geschäftsführer Werner Frey 80 Prozent der Käufer ausmachen. Der Rest der Begeisterten rekrutiert sich eher aus einer Lifestyle-orientierten Kundschaft, die mit allerlei Freizeitgerät wie Booten, Surfbrettern oder etwa Gleitschirm-Equipment unterwegs ist und die große Ladefläche sowie die hohe Nutzlast eines Pick-ups zu schätzen weiß. Noch etwas eindeutiger ist laut Mitsubishi das Geschlechterverhältnis unter den Pick-up-Kunden: 93 Prozent der L200-Käufer sind Männer. Den Löwenanteil bildet darunter die Gruppe der bis 49-Jährigen. In Deutschland zählten die Vorgängerversionen zeitweise zu den Topsellern. Mittlerweile haben Ford Ranger oder VW Amarok die Nase vorn. Mit der mittlerweile fünften Generation des nach wie vor in Thailand produzierten L200 könnte sich dies wieder ändern. Der Neue, der im September an den Start geht, soll in diesem Jahr noch für 1.000, im kommenden Jahr dann für immerhin 2.500 Abverkäufe sorgen.)

Pick-ups sind hierzulande eine eher zurückhaltende Spezies im Straßenbild. 2014 konnten sich in Deutschland aber immerhin rund 15.000 Menschen für einen der nützlichen Laster mit Pritschenaufbau begeistern. Den Schwerpunkt der Käufer bilden Gewerbetreibende, die laut Mitsubishi-Deutschland-Geschäftsführer Werner Frey 80 Prozent der Käufer ausmachen. Der Rest der Begeisterten rekrutiert sich eher aus einer Lifestyle-orientierten Kundschaft, die mit allerlei Freizeitgerät wie Booten, Surfbrettern oder etwa Gleitschirm-Equipment unterwegs ist und die große Ladefläche sowie die hohe Nutzlast eines Pick-ups zu schätzen weiß. Noch etwas eindeutiger ist laut Mitsubishi das Geschlechterverhältnis unter den Pick-up-Kunden: 93 Prozent der L200-Käufer sind Männer. Den Löwenanteil bildet darunter die Gruppe der bis 49-Jährigen. In Deutschland zählten die Vorgängerversionen zeitweise zu den Topsellern. Mittlerweile haben Ford Ranger oder VW Amarok die Nase vorn. Mit der mittlerweile fünften Generation des nach wie vor in Thailand produzierten L200 könnte sich dies wieder ändern. Der Neue, der im September an den Start geht, soll in diesem Jahr noch für 1.000, im kommenden Jahr dann für immerhin 2.500 Abverkäufe sorgen.

Über 950 Kilogramm Zuladung und bis zu 3,1 Tonnen Anhängelast zeichnen die fünfte Generation des L200 aus. Bild: Mitsubishi

Über 950 Kilogramm Zuladung und bis zu 3,1 Tonnen Anhängelast zeichnen die fünfte Generation des L200 aus. Bild: Mitsubishi

Dazu beitragen könnten einige technische Fakten, die Marketing-Mann Stephan Denzer anlässlich der aktuell in Weimar laufenden Präsentation aufzählt: Ein neu entwickelter 2,4-Liter-Dieselmotor, der in zwei Ausbaustufen als DI-D (154 PS) und DI-D+ (181 PS) angeboten wird. Basis bildet die 2010 eingeführte Vierzylinder-Motorenfamilie, die neben einem 1,8-, einem 2,2- nun im 2,4-Liter-Aggregat ihre Topversion findet. Der Direkteinspritzer mit variabler Einlassnockenwellenverstellung überzeugt bei einer ersten Ausfahrt durch kultivierten Lauf und ordentlich Kraft bereits im Drehzahlkeller. Der japanische OEM bewirbt ihn als einen der CO2-effizientesten Triebsätze in diesem Genre. Die kombinierten Verbräuche liegen zwischen 6,4 und 7,2 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß bewegt sich zwischen 169 und 189 g/km.

Das Allradsystem mit Reduktion sowie die gute Verschränkungsfähigkeit der Achsen machen den L200 zu einem veritablen Geländefahrzeug. Bild: Fuchslocher

Das Allradsystem mit Reduktion sowie die gute Verschränkungsfähigkeit der Achsen machen den L200 zu einem veritablen Geländefahrzeug. Bild: Fuchslocher

Die Kraft wird nun in der Topversion über einen permanenten Allradantrieb mit Planetenradsatz und Viskokupplung (Super Select 4WD) verteilt. In der Basis gibt es nach wie vor den bekannten Zuschalt-Allrad (Easy Select 4WD). Neu ist ein gut gestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe, das die alte Fünfgang-Box ablöst. Die optionale Automatik besitzt nun einen stärkeren Drehmomentwandler. Stolz ist man bei Mitsubishi auf den geringen Luftwiderstandsbeiwert von cW=0,4, der Klassenbester sein soll. Bislang lag dieser beim Vorgängermodell bei 0,46. Die beiden Karosserievarianten Club Cab und Double Cab unterscheiden sich im Grunde genommen durch das Platzangebot im Fond. Der Double Cab ist ein klassischer Viertürer, der Club Cab ein Zweireiher mit kürzerem Führerhaus. Eine Besonderheit der letztgenannten Variante sind die gegenläufig öffnenden Fondtüren. Mitsubishi sieht den Löwenanteil der Modelle bei den Doppelkabinen. So sollen etwa drei Viertel der Kunden den Prognosen zu Folge die familientauglichere Variante wählen.

Body-on-frame-Karossereistruktur aus hochfesten Stählen und einem verstärkten Fahrgestellrahmen. Bild: Mitsubishi

Body-on-frame-Karossereistruktur aus hochfesten Stählen und einem verstärkten Fahrgestellrahmen. Bild: Mitsubishi

Die Vorzüge von Pick-ups liegen auf der Hand: Ein Pick-up der Ein-Tonnen-Klasse ist Lastesel mit Europaletten-Staumöglichkeit, genauso wie er eine der mittlerweile am Markt gar nicht mehr so seltenen Wohnkabinen tragen oder die Ladefläche mit einem schicken Hardtop oder einer schnittigen Klappe verdecken kann. Dass dieses Fahrzeug-Genre weiter eine Nische sein wird, muss nicht zwangsläufig so bleiben. Denn Komforteinbußen, die zumeist auf eine in unbeladenem Zustand etwas bockigere Gangart zurückzuführen sind, kann man heute getrost zu den althergebrachten Vorurteilen legen. Denn der L200 erweist sich auch mit nur zwei Personen besetzt weder als bockig, geschweige denn als unkomfortabel ? moderne Pick-ups gleichen sich in puncto Komfort ihren SUV-Brüdern an. Gute Gründe also für einen Wechsel auf einen der Pritschen-Modelle? Ja, wenn einen der über fünf Meter lange Aufbau sowie der lange Radstand von drei Metern im urbanen Umfeld nicht zu sehr einschränken ? enge Parkhäuser sind des Pick-ups Feind. Die Techniker von Mitsubishi heben aber auch mit Blick darauf die Alltagstauglichkeit ihres jüngsten Produkts hervor: Mit lediglich 11,8 Metern weise der L200 den kleinsten Wendekreis seines Genres auf, so die Experten.

Der neue L200 bietet im Pick-up-Segment ein großzügiges Raum- sowie ein zeitgemäßes Sicherheitsangebot. Bild: Mitsubishi

Der neue L200 bietet im Pick-up-Segment ein großzügiges Raum- sowie ein zeitgemäßes Sicherheitsangebot. Bild: Mitsubishi

Der offizielle Marktstart für die L200-Modelle in Deutschland ist der 26. September. Wie die Mitsubishi-Leute sagen, sollen die ersten Fahrzeuge jedoch bereits im August verfügbar sein. Los geht es zu einem Preis von 26.290 Euro für einen Basis-L200. Ein top ausgestatteter Doppelkabiner mit permanentem 4WD und Fünfstufen-Automat liegt bei 40.290 Euro. Bei allen L200 gehören ein Garantiepaket von fünf Jahren sowie die auf 20.000 Kilometer verlängerten Wartungsintervalle zum Umfang. Dafür erhält der Käufer einen veritablen Geländewagen mit SUV-Anleihen, ein Fahrzeug mit hohem Nutzwert und ordentlichen Manieren. Und gerade letztere begeistern ja bekanntlich nicht nur Männer ?

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Götz Fuchslocher

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