Rheinmetall Automotive

Aufgrund des coronabedingten Stillstands der Auto-Industrie brach der Umsatz der Automotive-Sparte von Rheinmetall um mehr als die Hälfte ein. Bild: Rheinmetall

| von Roswitha Maier

Die Rüstungssparte legte dagegen zu. Insgesamt schnitt Rheinmetall nicht so schlecht ab, wie erwartet. So sank der Umsatz im zweiten Quartal von 1,47 Milliarden Euro auf gut 1,2 Milliarden Euro. Das operative Quartalsergebnis brach von 110 Millionen auf 36 Millionen Euro ein. Laut Rheinmetall erwarteten Analysten im Mittel ihrer Schätzungen Erlöse von 1,15 Milliarden Euro sowie einen operativen Verlust von 18 Millionen Euro.

Aufgrund des coronabedingten Stillstands der Auto-Industrie brach der Umsatz der Automotive-Sparte um mehr als die Hälfte ein. Der Konzern erwirtschaftete von April bis Juni in dem Bereich gerade einmal 338 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal lagen die Umsätze bei 726 Millionen Euro. Das operative Ergebnis des Segments rutschte tief in die roten Zahlen - von plus 52 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf minus 52 Millionen Euro im abgeschlossenen Quartal.

Dass Umsatz und Ergebnis im Gesamtkonzern weniger heftig einbrachen, liegt an der starken Rüstungssparte von Rheinmetall, deren Umsätze selbst in Corona-Zeiten der Krise trotzten und deutlich zulegten. Dass die Rüstungssparte das schwächelnde Autogeschäft von Rheinmetall kompensiert, ist nicht erst seit Corona-Zeiten der Fall.

Der Konzern nimmt für die Sparte im zweiten Quartal Abschreibungen in Höhe von 300 Millionen Euro vor. Für das dritte Quartal werden außerdem Rückstellungen von 40 Millionen Euro gebildet, die zwischen 2020 und 2022 zahlungswirksam werden sollen, hieß es von Rheinmetall. Diese sollen vor allem dafür verwendet werden, Produktion zu verlagern, Strukturen und Kapazitäten den neuen Gegebenheiten anzupassen.

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