Ball Impact Device von Bertrandt zur Bauteilerprobung

Das sogenannte Ball Impact Device ist kalibriert, prüfvorschriftskonform und soll eine sichere sowie einfache Handhabung bieten. Bild: Bertrandt

| von Götz Fuchslocher

Die vermehrte Verwendung hybrider Kunststofftechniken in der Entwicklung von Interieur-Bauteilen erfordert eine gewissenhafte Erprobung und Funktionsprüfung in realer Fahrzeugumgebung. Üblicherweise werden Stoßbelastungen im Rahmen der sogenannten Kugelaufschlagprüfung auf waagerecht angeordneten Bauteilen geprüft. In der Praxis existieren jedoch senkrecht oder diagonal verbaute Bauteile, die direkt im Fahrzeug getestet werden und einen freien Fall der Kugel nicht ermöglichen, weiß man bei Bertrandt. Die Dienstleistungsexperten haben daher eine mobile Kugelfallschussvorrichtung, genannt Ball Impact Device, entwickelt.

Die zur Krafteinleitung ins Bauteil benötigte Energie wird damit nicht über eine frei fallende Kugel aufgebracht. Stattdessen wird die kinetische Energie in der Feder durch deren Vorspannung auf die benötigte Feststellstufe gespeichert. Durch Auslösen des Arretiermechanismusses wird der Prüfkörper zu der Bauteiloberfläche beschleunigt und die Energie eingeleitet. Der Durchmesser des aus korrosionsbeständigem Edelstahl bestehenden Prüfkörpers ist 50 mm, das Gesamtgewicht des Ball Impact Devices beträgt 1,7 kg. Das Gerät verfügt über fünf Arretierungsstufen, was einer nachgebildeten Fallhöhe von 300 bis 700 mm entspricht. Das Ball Impact Device kann Angaben Bertrandts zufolge bei Raumtemperatur und bis zu -45°C eingesetzt werden.

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