BorgWarners iCTA

BorgWarners iCTA kombiniert die Eigenschaften der nockendrehmomentbetätigten (CTA) mit der torsionsunterstützten Phasenverstellung (TA). Bild: BorgWarner

| von Götz Fuchslocher

BorgWarner zufolge suchen chinesische Automobilhersteller nach effizienteren und steuerbaren Einlass- und Auslasstechnologien, um künftige Emissionsvorschriften zu erfüllen. Die genutzte iCTA-Lösung kombiniere Eigenschaften der nockendrehmomentbetätigten (CTA) mit der torsionsunterstützten Phasenverstellung (TA) und sorge so für mehr Effizienz und einen verbesserten Kraftstoffverbrauch. Dies ermögliche Automobilherstellern, die anspruchsvolle State VI-Emissionsnorm in China zu erfüllen.

iCTA ist eine Technik zur Nockenwellenverstellung mit hoher Verstellrate bei niedriger Vibration. Der nockendrehmomentbetätigte Versteller ermöglicht es laut BorgWarner, den Motor für ein optimales Öffnen und Schließen der Ventile einzustellen. So kann der entsprechende Luftstrom nach Bedarf maximiert oder minimiert werden. Dadurch, dass im Versteller Öl umgewälzt wird, reduziere iCTA im Gegensatz zu Wettbewerbslösungen für GAC Reihendreizylindermotoren (R3) den Ölbedarf sowie parasitäre Verluste. Aufgrund ihres Drehmoments vibriert die Nockenwelle, während sie sich dreht. iCTA nutze diese Energie, um die Leistung der Motorölpumpe zu steigern.

Die Technologie arbeitet mit stirnseitig montierten Magnetventilen mit variabler Kraft sowie einem zentralen Schieberventil innerhalb der Schraube, welche den Phasenversteller an der Nockenwelle fixiert. Darüber hinaus biete sie optional eine passive Mid-Position-Lock Funktion (MPL), die eine fehlerfreie Rückkehr zur Verriegelung in der Neutralstellung gewährleiste und so in jedem Betriebsmodus für einen zuverlässigen Motorstart sorge. iCTA ermöglicht laut Hersteller eine schnelle Verstellung der Ventilphasensteuerung im gesamten Drehzahlbereich und sorgt für stabilen Betrieb bei niedrigem Öldruck

Die Technologie kann für jede Motorkonfiguration von R3, R4 bis V6 und weitere verwendet werden. Sie wird zunächst beim neuem Kompakt-SUV GS3 eingesetzt. GAC hat im Juni 2019 die Serienproduktion von Motoren mit dieser BorgWarner-Technologie aufgenommen.