Continental baut den Standort Hamburg-Harburg zum Tech-Campus aus.

Am Standort Hamburg entwickelt Continental Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Bild: Continental

| von Götz Fuchslocher

Continental baut den Produktionsstandort Hamburg-Harburg kontinuierlich zu einem Tech-Campus mit verschiedenen Geschäftseinheiten aus. „Durch kontinuierliche Investitionen und zukunftsorientierte Ausrichtung hat sich das Werkgelände vom einstigen Kautschukverarbeiter zu einem Standort entwickelt, an dem Lösungen für die Mobilität der Zukunft auf und abseits der Straße konzipiert und produziert werden“, erklärt Peter Scholtissek, der den Harburger Standort leitet. Das Unternehmen verstehe sich als Teil des Hamburger Unternehmensnetzwerkes, dessen Arbeit eng mit dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Hamburg, insbesondere der Wissens- und Technologietransfergesellschaft Tutech, der Technischen Universität Hamburg sowie weiteren Hochschulen in Deutschland vernetzt ist.

Studierenden bietet Continental die Möglichkeit, in der sogenannten Makers Garage, Konzepte für zukunftsorientierte Entwicklungen und Trends gemeinsam mit Fachleuten auf ihr Potenzial und ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Der neue Bereich soll das Industriegeschäft des Zulieferers bei der Planung und Umsetzung digitaler „smarter“ Projekte unterstützen. Hier stehen insbesondere Anwendungen in den Bereichen Internet of Things oder cloudbasierte App-Entwicklungen im Fokus. Zu den Entwicklungen zähle etwa Fleetmatch, eine Web- und App-basierte Lösung, die qualifizierte Berufskraftfahrer und Flottenbetreiber zusammenbringen soll.

Continental baut den Produktionsstandort Hamburg-Harburg zu einem Tech-Campus aus
Im neuen Kunststoffkompetenzzentrum entwickelt und erprobt Continental leistungsfähige Schlauchleitungen für Elektrofahrzeuge. Bild: Continental

Neben neu geschaffenen Kapazitäten wird in eine weitere werkstoffbezogene Kompetenz neben der Kautschukverarbeitung investiert. Für das in Hamburg-Harburg entstandene Kunststoffkompetenzzentrum, in dem leistungsfähige Schlauchleitungen für Elektrofahrzeuge entwickelt und erprobt werden, wurden 2,2 Millionen Euro aufgewendet. Der Standort übernimmt in dieser Funktion die zentrale Produktentwicklung für alle Produktionswerke weltweit. „Auch wenn das Hamburger Werk sich zu einem divers aufgestellten und zukunftsorientierten Technologiestandort transformiert, bleibt die traditionsreiche Produktion von Kautschukmischungen integraler Bestandteil des Werkgeländes“, sagt Scholtissek.

Laut Continetal wird auch der Personenverkehr auf der Schiene zukünftig an Bedeutung gewinnen. So fahren etwa die DT5-Züge der Hamburger Hochbahn mit Luftfedersystemen des Unternehmens. Die Zusatzfeder, eine relevante Komponente des Luftfedersystems, wird am Standort Hamburg gefertigt, ebenso die Gummimischung. Überdies will das Unternehmen in Hamburg un- und angelernten Mitarbeitern eine schrittweise Qualifizierung zum staatlich anerkannten Berufsabschluss des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik anbieten. Mit diesem Weiterbildungsangebot des 2019 gegründeten Continental Institute of Technology and Transformation (CITT) komplettiert der Standort sein Paket für die Mitarbeiterqualifizierung, zu dem auch Maßnahmen zur Integration von Langzeitarbeitslosen sowie zur Berufsorientierung junger Menschen gehören.

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