Conti AADCU Plattform Entwicklung mit Xilinx

Die AADCU soll den Kunden von Continental eine schnellere Markteinführung automatisierten Fahrens ermöglichen, weil sie auf der Open Computing Language (OpenCL)-Schnittstelle der Khronos Group basiert. Bild: Continental

Die AADCU soll den Kunden von Continental eine schnellere Markteinführung automatisierten Fahrens ermöglichen, weil sie auf der Open Computing Language (OpenCL)-Schnittstelle der Khronos Group basiert, einem Industriekonsortium, das sich für die Erstellung offener Standards im Multimedia-Bereich einsetzt.


Die Plattform bietet heterogene Datenverarbeitung mit einem Hauptprozessor (Central Processing Unit, CPU), einem Grafikprozessor (Graphics Processing Unit, GPU), einem digitalen Signalprozessor (Digital Signal Processor, DSP) und jetzt durch die Kooperation mit Xilinx auch mit Field Programmable Gate Array (FPGA).

Entwickler haben damit die Möglichkeit, ihre Software mit der geeigneten Processing-Engine zu optimieren oder mit der programmierbaren Logik von Xilinx eigene Hardwarebeschleuniger zu erzeugen. Das Ergebnis ist eine größtmögliche Freiheit bei der Leistungsoptimierung mit geringster Latenz und niedriger Verlustleistung, ohne auf die Möglichkeit zur freien Verschiebung von Softwarealgorithmen über die integrierten Chips verzichten zu müssen.

„Xilinx ist stolz auf die Zusammenarbeit mit Continental bei der Entwicklung der Assisted & Automated Driving Control Unit, die die Schaffung eines Ökosystems für automatisiertes Fahren ermöglicht. Wir sind begeistert von der Idee einer Hardware-Plattform, die unsere Zusammenarbeit weiter stärkt, anstatt Unternehmen an eine proprietäre Architektur zu binden“, erklärte Willard Tu, Senior Director Automotive Market, bei Xilinx.

„Mit unserer Assisted & Automated Driving Control Unit können Automobilingenieure eigene differenzierte Lösungen für maschinelles Lernen und die Fusion von Sensordaten entwickeln. Wir haben uns für die Technologie von Xilinx entschieden, weil sie eine Flexibilität und Skalierbarkeit bietet, wie sie die im ständigen Wandel begriffenen und neuen Anforderungen auf dem Weg zum vollautomatisierten und autonomen Fahren erfordern“, so Karl Haupt, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme bei Continental.

„Für Continental ist die Assisted & Automated Driving Control Unit ein zentraler Baustein zur Implementierung der notwendigen funktionalen Sicherheitsarchitektur und zugleich Host für das umfassende Umfeldmodell und die Fahrfunktionen, die für automatisiertes Fahren benötigt werden.“

Die Assisted & Automated Driving Control Unit ist eine skalierbare Produktfamilie für assistiertes und automatisiertes Fahren, die die höchsten Sicherheitsanforderungen (ASIL D) erfüllt. Das Steuergerät stellt zahlreiche Kommunikationsschnittstellen für den notwendigen Datenfluss zur Verfügung.

Während der Entwicklung unterscheidet Continental zwischen einer Assisted Driving Control Unit und einer Automated Driving Control Unit. Das erste Produkt aus dieser Familie ist ein Modul für Fahrerassistenzsysteme, welches eine komplette kostenoptimierte Lösung bietet, um Umfeldsensoren und Aktuatoren, ergänzt mit zentraler Intelligenz, Safety und Security, zu verbinden.

Das Steuergerät für automatisiertes Fahren folgt in der Entwicklung dicht dahinter, als leistungsstarker Computer, der die Anforderungen des hochautomatisierten Fahrens erfüllt, mit einem Fokus auf die spezifischen Digitalstrukturen für ein umfassendes Umfeldmodell, ASIL D sowie Echtzeitperformance. Durch die OpenCL-Schnittstelle zu jedem vorhandenen Chip, erhöht sich zudem die Benutzerfreundlichkeit für Entwickler.