ElringKlinger

Um stark nachgefragte Teile an Autobauer liefern zu können, muss Elringklinger Sonderschichten fahren und teure zusätzliche Frachten in Kauf nehmen. Bild: ElringKlinger

| von Andreas Karius

Der Spezialist für Hitzeschilde und Dichtungen rechnet nun nur noch mit einer Umsatzrendite vor Steuern, Zinsen und Kaufpreisallokationen von 7 Prozent, wie das Unternehmen am Montag (25. Juni) in Dettingen an der Erms mitteilte. Zuvor standen 9 Prozent im Plan.

Bereits mit den Zahlen zum ersten Quartal Mitte Mai hatte Vorstandschef Stefan Wolf auf Risiken wegen höherer Stahlpreise und Sonderkosten in Nordamerika verwiesen. Nun zog der Vorstand auf Basis der Ergebnisse für April und Mai die Reißleine bei der Prognose.

Rohstoffpreise insbesondere für Stahl, Aluminium und dem Kunststoff Polyamid seien weiter gestiegen, und die hohen Folgekosten der nach wie vor hohen Nachfrage in Nordamerika schlügen sich weiter im Ergebnis nieder, hieß es. Um stark nachgefragte Teile an Autobauer liefern zu können, muss ElringKlinger Sonderschichten fahren und teure zusätzliche Frachten in Kauf nehmen. Der Umsatzausblick, das Wachstum der globalen Automobilproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen, bleibe unverändert bestehen.

Die Aktie von ElringKlinger rutschte am Montag um knapp 9 Prozent ab, bereits vor der Gewinnwarnung hatte sie herbe Kursverluste eingefahren. Im Tief notierten die Papiere auf dem niedrigsten Stand seit Sommer 2009. Derzeit sorgt in der Branche vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China wegen der drohenden Eskalationsspirale bei den Zöllen für Besorgnis unter den Anlegern.