GKN VL3–Gleichlaufgelenke

GKN Driveline startet aktuell die zweite Serienanwendung für die Leichtbau-Version der VL3–Gleichlaufgelenke für die neue 5er-Baureihe von BMW. Bild: GKN

Wie GKN Driveline mitteilt, kommt im neuen 5er von BMW die Leichtbau-Version der VL3–Gleichlaufgelenke zum Einsatz, die für einen gesteigerten Wirkungsgrad sowie messbar geringere CO2-Emissionen gegenüber konventionellen Systemen verantwortlich ist. Mit der neuen Technik startete GKN bereits im vergangenen jahr im 7er. Kern des Systems ist eine neue S-förmige Kugelbahn im Gehäuse. Mit Hilfe der GKN Countertrack-Technologie erreichen die Kugeln laut dem Zuliefer einen neuen Freiheitsgrad der Bewegung, der es ermögliche, Kräfte und Drehmomente gleichmäßiger innerhalb des Gelenkes abzustützen. Im Gegenzug schone dies die mechanische Last auf den Käfig und verbessere die Gleichförmigkeit der Kraftübertragung.

Durch die Verwendung von acht anstatt bisher sechs Kugeln pro Gelenk wird der Wirkungsgrad verbessert, indem sich die Last pro Druckfläche verringert. Die kleineren Lagerkugeln erlauben es, den Durchmesser des Gelenks zu reduzieren, ohne das Grenzdrehmoment einzuschränken. Eine weitere Innovation für das neue VL3-Gelenk liegt in der Abstützung der Membrandichtungs-Manschett. Anstelle der konventionellen Faltenbalg-Lösung verwendet GKN stattdessen eine flache einteilige Abdeckung. Durch kompaktere Abmessungen ist laut GKN weniger Schmierfett nötig, um das Gelenk geeignet zu füllen. So helfe die neue Abdichtungs-Technik für die Gelenke dabei, sowohl Platz als auch Gewicht und Kosten zu sparen, das freiwerdende Volumen schaffe Raum für neue Lösungen bei der Auslegung der umgebenden Fahrwerks-Komponenten, heißt es.