Knorr-Bremse München

Knorr-Bremse will Haldex für gut 550 Millionen Euro übernehmen. Allerdings streiten sich die beiden Unternehmen seit geraumer Zeit über den Deal. Bild: Knorr-Bremse

| von Andreas Karius

Die Haldex-Aktionäre stimmten während der außerordentlichen Hauptversammlung dem Antrag von Knorr-Bremse zu, wonach das Haldex-Management die Verlängerung der Annahmefrist für das Übernahmeangebot bei der schwedischen Börsenaufsicht unterstützen soll. "Wir erwarten, dass der Verwaltungsrat (von Haldex) sich an die Entscheidung der Aktionäre hält", sagte Knorr-Bremse-CEO Klaus Deller.

Der deutsche Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge will Haldex für gut 550 Millionen Euro übernehmen. Allerdings streiten sich die beiden Unternehmen seit geraumer Zeit über den Deal. Der Verwaltungsrat des schwedischen Konzerns glaubt angesichts kartellrechtlicher Hürden nicht mehr an die Übernahme und hat seine Unterstützung für die Offerte zurückgezogen.

Nach dem Votum der Aktionäre will Knorr-Bremse bei der schwedischen Börsenaufsicht die Verlängerung der Annahmefrist bis 9. Februar beantragen. Die Europäische Kommission prüft die Übernahme bereits vertieft und muss bis Ende November zu einer Entscheidung kommen.

Knorr-Bremse ist mit 14,9 Prozent an Haldex beteiligt. Bei der Abstimmung am Donnerstag (16. August) habe sich das deutsche Unternehmen der Stimme enthalten.