Delphi Integrated Cockpit Controller

Eine Neuheit sind die Integrated Cockpit Controller (ICC) für Infotainmentanwendungen, eine Produktfamilie mit modularer Softwarearchitektur, mit der man optimale Grafikanmutung und Bedienbarkeit verspricht. Bild: Delphi

Wie Delphi mitteilt, wird man auf der IAA vom 12. bis 24. September (Stand B06 in Halle 5.1) vom leistungsfähigen Domänenrechner, über intuitive Mensch-Maschine-Schnittstellen bis hin zu fortschrittlichen Einspritzsystemen ausstellen. Zum Repertoire des Unternehmens zählt seine Plattform für automatisiertes Fahren, die Centralized Sensing Localization and Planning Platform (CSLP), deren Herzstück der Multi Domain Controller (MDC) ist, ein intelligentes Steuergerät mit einem leistungsfähigen und redundanten Prozessorverbund. In Frankfurt wird auch die nächste Generation der ADAS (Advanced Driver Assistance Systems)-Satellitenarchitektur mit zentraler Prozessoreinheit gezeigt. Aus dem Bereich Infotainment wird der Integrated Cockpit Controller (ICC) eine wichtige Rolle spielen. Mit ICC ist laut Delphi der Betrieb von bis zu vier HD-Displays möglich, sodass die Anwender damit flexible, skalierbare und zukunftssichere Anzeigekonzepte gestalten können. Eines der Highlights fürs Interieur von Fahrzeugen ist das Multi-Layer Display (MLD): Das technische Konzept besteht aus innovativen Softwarealgorithmen und einem neuartigen bildgebenden Verfahren mit zwei hintereinander angeordneten LCD-Oberflächen. Dabei dient das hintere Display als Lichtquelle für die vordere LCD-Oberfläche, wodurch sehr scharfe 3D-Bilder entstehen.

Delphi Multi-Layer Display (MLD)
Das technische Konzept des Multi-Layer Displays (MLD) besteht aus innovativen Softwarealgorithmen und einem neuartigen bildgebenden Verfahren, das zwei LCD-Oberflächen nutzt, die hintereinander angeordnet sind. Bild: Delphi

Aus dem Bereich Antrieb wird das Unternehmen sein 48 Volt-Mildhybridsystem ausstellen, das zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 15 Prozent beitragten kann. Zum Elektrifizierungskonzept gehört auch ein kombinierter Wechselrichter und DC/DC-Wandler in einem platzsparenden Gehäuse.  Delphi hat bei der Emissionsreduzierung vor allem den Ottomotor vor Augen. Auf der IAA stellt man daher ein weiterentwickeltes Hochdruck-Einspritzsystem und ein neues Kompressionszündungsverfahren (Gasoline Direct Injection Compression Ignition GDCI) vor. Es operiert mit bis zu 350 bar Einspritzdruck und kann laut Hersteller ohne Änderungen an der Hardware auf bis zu 400 bar ausgelegt werden. Eine mögliche Antwort auf die Frage nach Instrumenten zur CO2-Reduzierung sieht Delphi in seinem System namens Dynamic Skip Fire (DSF), ein Zylinderdeaktivierungssystem, das je nach Motor den CO2-Ausstoß um 8 bis 15 Prozent senken kann. Die von Delphi gemeinsam mit Tula Technology Inc. entwickelte Lösung ist die erste voll variable Zylinderdeaktivierungstechnologie.

IAA Stand B06 in Halle 5.1