IAV CES 2018 Cyber Security

IAV hat zusammen mit FaceTec, Inc. einen intelligenten, flexiblen und sicheren Zugangspunkt mittels biometrischer Authentifizierung entwickelt, bei dem das Smartphone den Autoschlüssel ersetzt. Bild: IAV

„Der Bereich der Fahrzeugvernetzung bietet spannende Zukunftsaussichten, und wir sind stolz, hier führend zu sein“, sagt Chris Hennessy, Vice President von IAV Automotive Engineering, Inc. „Die CES ist die perfekte Plattform für uns, um die spannenden Ergebnisse zu zeigen, die entstehen, wenn IT- und Automobilfirmen bei der Entwicklung hochmoderner Technologien zusammenarbeiten.“

Jedes der Demofahrzeuge von IAV ist mit mindestens einer cloudbasierten Technologie ausgestattet, um die Fahrzeit bestmöglich zu nutzen. Die Demofahrzeuge erproben Technologien, die dem Endkunden eine intelligente Sicherheitsanalyse, ein anpassungsfähiges, personalisierbares Fahrerlebnis, einfache Reparaturen und cleveres Einkaufen bieten.

„Angesichts der schnell steigenden Nachfrage nach vollautonomen Fahrzeugen haben wir uns darauf konzentriert, die Vernetzungstechnologien weiterzuentwickeln, die das Fahrerlebnis für den Endkunden deutlich verbessern ”, erklärt Carsten Rinka, weltweiter Vertriebsleiter der IAV GmbH.

Die Vernetzung und der Datenaustausch stellen neue Herausforderungen an die Fahrzeugsicherheit und den Datenschutz. Angesichts des Risikos von Cyberangriffen, dem sich vernetzte und autonome Fahrzeuge ausgesetzt sehen, hat IAV beispielsweise gemeinsam mit Karamba Security einen Prototypen des Automotive Security Defense Center entwickelt, der zeigt, wie solche Angriffe abgewehrt werden können.

Das Automotive Security Defense Center überwacht das Fahrzeug ständig, um Angriffe zu erkennen und abzuwenden. Es analysiert Schwachstellen und Probleme und integriert regelmäßige Softwareupdates, um so Sicherheitslücken zu schließen. Auf der CES wird der Prototyp einen Hackerangriff erkennen und zeigen, wie dieser abgewehrt werden kann.

Als Teil desselben Exponats wird auch die „Authentifizierung von Fahrzeugnutzern“ von IAV zu sehen sein. Hier hat IAV zusammen mit FaceTec, Inc. einen intelligenten, flexiblen und sicheren Zugangspunkt mittels biometrischer Authentifizierung entwickelt, bei dem das Smartphone den Autoschlüssel ersetzt. Der Fahrer nutzt eine App zur Gesichtserkennung, die ihm sicher und bequem Zugang zum Fahrzeug verschafft. Denkbar ist neben diesem Feature auch, dass die App die personalisierten Einstellungen des Fahrers (wie die bevorzugte Sitzstellung, Temperatur und Musik) in den Authentifizierungsprozess einbindet.

Außerdem bietet das Demofahrzeug die Möglichkeit der Fernsteuerung. Anhand eines Einparkmanövers zeigt IAV, wie der Fahrer nach dem Verlassen des Fahrzeugs dieses per „Remote Control“ über ein Tablet sicher in eine Parklücke steuern kann.

Die Klimaanlage der Zukunft ist leicht zu bedienen und hat ein Gedächtnis: Erkennt sie einen Passagier wieder, stellt sie sich automatisch auf seine Vorlieben ein. Mit „Simply Cozy“ zeigt IAV, wie alle Fahrgäste höchsten Fahrkomfort genießen, ohne die Temperaturregelung selbst vornehmen zu müssen. Stattdessen nutzt das Fahrzeug Echtzeitdaten, persönliche Profile und adaptive Algorithmen, die Daten über körperliche Zustände bewerten. Ziel dieses Features ist, die Beziehung zwischen thermischen Randbedingungen und dem vom Fahrer bevorzugten Wohlfühlzustand zuverlässig zu erkennen. Möglich wird die energieeffiziente Regelung durch die Ableitung persönlicher Erkennungsdaten aus persönlichen Geräten und Nutzung dieser Daten, um den Fahrgästen maximalen Fahrkomfort zu bieten.

Ebenfalls in diesem Demofahrzeug zeigt IAV mit „Up-to-Date. Up to You”, wie Fahrzeugarchitekturen an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden können. Durch die Ausschöpfung des vollen Potenzials, das aktuelle offene Standards wie Classic AUTOSAR und Adaptive AUTOSAR bieten, zeigt dieses Demofahrzeug, wie die Endkunden mithilfe von App-Downloads Anpassungen und Upgrades an ihren Fahrzeugsystemen vornehmen können. Ein Beispiel für ein solches Upgrade ist das Herunterladen der bevorzugten Innenbeleuchtung.

Anhand von KI-Algorithmen (künstliche Intelligenz) zeigt dieses Exponat außerdem ein nutzerzentriertes, digitales Ökosystem, das den Nutzern die Möglichkeit bietet, das Fahrverhalten des Fahrzeugs zu erweitern und personalisierte Verhaltensweisen zu ergänzen. So können sie zum Beispiel eine Geste definieren, mit der sie den Kofferraum ohne Schlüssel öffnen und schließen können. Durch die weitere Personalisierung wird das Fahrzeug so intelligent, dass es vorausahnen kann, was der Fahrer möchte und Vorschläge zur Erhöhung seines Komforts macht.

In zwei weiteren Demos geht es etwa um „Smart Service“ und eine Weiterentwicklung des bei der CES 2017 vorgestellten AutoMotive MarketPlace zur umfassenden CarCommerce-Plattform Drive2Shop .