Wird Kuka bald chinesisch? Bild: Kuka

Wird Kuka bald chinesisch? Bild: Kuka

Von dem großen Widerstand gegen die Offerte in Europa zeigte sich Gu überrascht und betonte die Wachstumsaussichten für Kuka in China. Sorgen um eine politische Einflussnahme seien unbegründet.

"Unser Engagement bei Kuka ist für uns kein politisches Thema, sondern ein wirtschaftliches", sagte Gu dem Handelsblatt. Zudem sei Midea ein Privatunternehmen, dessen Auftreten nicht mit dem Vorgehen von chinesischen Staatsfirmen im Ausland gleichgesetzt werden dürfe.

Sein Unternehmen sehe großes Wachstumspotenzial für Kuka in China, sagte Gu weiter. Mit der Übernahme wolle Midea der deutschen Firma beim Durchstarten auf dem Milliardenmarkt in der Volksrepublik helfen. Kuka behalte seine volle Unabhängigkeit. Midea stehe mit Anteilseignern von Kuka in Kontakt, wie dem Großaktionär Voith. Der schwäbische Industriekonzern Voith ist mit 25,1 Prozent an Kuka beteiligt. Midea hält bereits 13,5 Prozent an Kuka und hatte im Februar eine Aufstockung angekündigt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) versucht derzeit hinter den Kulissen, ein europäisches Konsortium zusammenzubringen, das ein Alternativangebot für Kuka auf den Tisch legt, und schlägt zudem eine EU-Schutzklausel gegen die Übernahme von High-Tech-Firmen vor.

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