Leoni-Truck

Leoni-Chef Aldo Kamper will sein Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen. Ein bereits 2018 gestartetes Sanierungsprogramm soll Kosteneinsparungen von 500 Mio Euro bringen. Bild. Leoni

Schon länger läuft es bei Leoni nicht mehr rund - bis zum Jahr 2022 will Vorstandschef Aldo Kamper den Autozulieferer aber wieder auf die Erfolgsspur setzen. Ein bereits im Vorjahr gestartetes Sanierungsprogramm werde bis dahin seine volle Wirkung entfalten und Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro bringen, kündigte der Vorstandschef des SDax-Konzerns am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Nürnberg an.

 

Um profitabler zu werden, stünden derzeit alle 28 Geschäftsbereiche auf dem Prüfstand. Jeder einzelne Bereich werde auf seine Zukunftsperspektive hin überprüft. "Es gibt keine heiligen Kühe". Außerdem wolle sich Leoni künftig stärker auf "Aufträge mit hoher Profitabilität konzentrieren", sagte Kamper.

Zugleich räumte der Leoni-Chef vor den unzufriedenen Aktionären viele "hausgemachte Fehler" ein. "Wir können mit dem Jahr und dem Start in das Jahr 2019 nicht zufrieden sein", sagte der Niederländer, der erst seit September 2018 an der Spitze des Kabel- und Bordnetzherstellers steht. Im ersten Quartal verbuchte Leoni nach Einmaleffekten unterm Strich einen Verlust von 132 Millionen Euro nach einem Plus von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,26 Milliarden Euro.