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Die Mahle-Produktionsstandorte weltweit, aber auch das Personal in einzelnen Ländern werde überprüft. "Standorte oder Produktfelder, für die sich keine nachhaltige Profitabilität darstellen lässt, werden beschleunigt restrukturiert", hieß es in der Mitteilung. Bild: Mahle

Die Dieselkrise und die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit mit dem Brexit und drohenden Handelskonflikten machen dem Autozulieferer Mahle zu schaffen. Für 2019 rechne man mit einem Umsatzrückgang, teilte der Konzern am Montag (25. März 2019) in Stuttgart mit. Deshalb weitet Mahle nun seinen im vergangenen Jahr angestoßenen Sparkurs aus und erwägt auch einen Stellenabbau.

Die Produktionsstandorte weltweit, aber auch das Personal in einzelnen Ländern werde überprüft. "Standorte oder Produktfelder, für die sich keine nachhaltige Profitabilität darstellen lässt, werden beschleunigt restrukturiert", hieß es in der Mitteilung. Das könne auch bedeuten, dass Standorte geschlossen würden, erklärte ein Sprecher. Weltweit beschäftigt Mahle rund 79 600 Mitarbeiter - in Deutschland sind es rund 13.250. Sie sind dank einer Beschäftigungssicherung vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

Jedoch - der Konzern weist in der Mitteilung explizit darauf hin - gilt die Vereinbarung nur bis Ende des Jahres. Der Satz habe ihn überrascht, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Uwe Schwarte. Er geht dennoch noch davon aus, dass es möglich ist, die Beschäftigungssicherung zu verlängern. Die Verhandlungen beginnen in den kommenden Wochen.Mahle begründet den neuen Sparkurs mit politischen Unwägbarkeiten wie dem Brexit und der sich abflachenden Konjunktur. Hinzu kommt der technologische Wandel weg vom Verbrennungsmotor mit sinkenden Absatzzahlen etwa für den Diesel.

Auch VW und Bosch streichen Stellen

In der gesamten Autobranche wird der Wind rauer. Daimler-Chef Dieter Zetsche kündigte im Februar "Gegenmaßnahmen" an, um die Profitabilität in der Pkw-Sparte zu stützen. Branchenprimus Volkswagen streicht bereits Stellen. Auch Bosch hat in seiner Diesel-Sparte schon 600 Stellen abgebaut, indem befristete Verträge nicht verlängert wurden oder Menschen zum Beispiel in Altersteilzeit geschickt wurden. Mahle stellt wie andere Zulieferer bereits um und bemüht sich um Aufträge rund ums Elektroauto. Zuletzt habe man zahlreiche Serienprojekte gewinnen können.

Neben den Personalkosten will Mahle bei Sachkosten etwa für Reisen, Messen und im Einkauf sparen. Wie viel Geld das Programm in die Kassen spülen soll, lässt der Konzern offen. Seine Geschäftszahlen für 2018 gibt der Konzern erst im Mai bekannt. 2017 konnte Mahle seinen auf 12,8 Mrd Euro steigern. Der Überschuss stieg auf 102 Mio Euro nach 63 Mio Euro ein Jahr zuvor.

  • Rheinmetall Automotive

    Rheinmetall Automotive hat sich mit einem Umsatz von 3.233 Mio Dollar um zwei Plätze auf Position 88 der größten Automobilzulieferer weltweit vorgearbeitet. Bild: Rheinmetall Automotive

  • Infineon

    Auf Rang 84 (Vorjahr: 91) hat sich Infineon mit 3.378 Mio Dollar Automotive-Umsatz platziert. Bild: Infineon

  • Mann+Hummel

    Mann+Hummel belegt in diesem Jahr Platz 75 nach dem 79. Platz im Vorjahr. Automotive-Umsatz: 3.883 Mio Dollar. Bild: Mann+Hummel

  • Webasto

    Ebenfalls deutlich höher im Ranking rangiert nun Schiebedach-Spezialist Webasto auf Platz 72 (Vorjahr: 72). Automotive-Umsatz: 3.969 Mio Dollar. Bild: Webasto

  • Lanxess

    Einen Sprung von Position 78 auf 67 hat der Spezialchemie-Konzern Lanxess hingelegt. Automotive-Umsatz: 4.369 Mio Dollar nach 3.410 Mio Dollar im Vorjahr. Bild: Lanxess

  • Leoni

    Kabelspezialist Leoni hat sich von Rang 70 auf 63 emporgehangelt. Automotive-Umsatz: 4.562 Mio Dollar. Bild: Leoni

  • Dräxlmeier

    Dräxlmeier springt von Platz 66 auf 62. Automotive-Umsatz: 4.633 Mio Dollar. Bild: Dräxlmeier

  • Eberspächer

    Eberspächer: Von Platz 60 auf Platz 57. Automotive-Umsatz: 5.064 Mio Dollar. Bild: Eberspächer

  • Freudenberg

    Freudenberg: Platz 55 (nach 63 im Vorjahr) und 5.281 Mio Dollar Umsatz im Automotive-Bereich. Bild: Freudenberg

  • Hella

    Der Beleuchtungsspezialist Hella hat seinen Umsatz zwar von 6.681 auf 7.064 Mio Dollar steigern können, ist aber im Ranking leicht von Platz 41 auf 43 abgerutscht. Bild: Hella

  • Brose

    Auch Brose liegt im Ranking nun um zwei Plätze unter dem Vorjahr jetzt auf Rang 41. Der Umsatz stieg von 6.784 auf 7.094 Mio Dollar. Bild: Brose

  • Schaeffler

    Schaffler: Der Herzogenauracher Konzern liegt auf Platz 24 der weltgrößten Automobilzulieferer. Automotive-Umsatz: 12.283 Mio Dollar nach 11.441 Mio Dollar im Vorjahr. Bild: Schaeffler

  • ThyssenKrupp

    ThyssenKrupp: Ein Sprung von Platz 24 auf 21 und ein Umsatzanstieg im Automotive-Bereich von 10.867 auf 12.646 Mio Dollar. Bild: ThyssenKrupp

  • BASF

    Der Chemiekonzern zählt mit einem Automotive-Umsatz von 12.890 (11.076) Mio Dollar zu den Top 20 der größten Automobilzulieferer (Platz 19). Bild: BASF

  • Mahle

    Mahle erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 14.452 (13.100) Mio Dollar und belegt nun Platz 17 (20 im Vorjahr). Bild: Mahle

  • Continental

    Wie im Vorjahr auf Platz 5 der größten Automobilzulieferer: Der Friedrichshafener ZF-Konzern. Umsatz: 37.890 Mio Dollar (35.821 Mio Dollar im Vorjahr). Bild: Continental

  • Continental

    Auch Continental hat seinen Umsatz 2017 gesteigert von 42.426 Mio auf 46.742 Mio Dollar und somit seinen zweiten Platz der größten Autozulieferer verteidigt. Bild: Continental

  • Bosch

    Unangefochten auf Platz 1: Bosch mit 53.549 Mio Dollar Automotive-Umsatz, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (48,606 Mio). Bild: Bosch