Messring gründet Active Safety GmbH

Der Fokus von Messring Active Safety liegt momentan auf den ungeschützten und damit verwundbaren Verkehrsteilnehmern, vor allem Fußgängern und Radfahrern. Bild: Messring

Die Frage, wie moderne Fahrerassistenzsysteme sowie teil-, hoch- und vollautomatisiert gesteuerte Fahrzeuge ihre Tauglichkeit für den öffentlichen Straßenverkehr nachweisen sollen, beschäftigt weltweit die Gesetzgeber ebenso wie die Automobilindustrie und deren Zulieferer.
Um sich den geänderten Anforderungen zu stellen und neue Lösungen zu entwickeln, hat Messring, nach eigenem Verständnis „seit Jahrzehnten Weltmarktführer im Bereich Crashtestanlagen und deren Komponenten“, ein Tochterunternehmen gegründet. Die Messring Active Safety GmbH wird sich ausschließlich damit beschäftigen, die Testmöglichkeiten im Bereich der aktiven Sicherheitssysteme zu erweitern.

“Wir müssen intensiv daran arbeiten, dass Roboterautos und Active-Safety-Systeme ihre Zuverlässigkeit vermehrt in realitätsnahen Testversuchen abseits öffentlicher Straßen nachweisen können”, so Dierk Arp, Geschäftsführer bei Messring. “In Zusammenarbeit mit OEMs, Forschungseinrichtungen und Spezialanbietern entwickeln wir bei der Active Safety GmbH die Lösungen der Zukunft”, so Arp.

Das neue Unternehmen kann demnach auf alle Ressourcen der Messring-Unternehmensgruppe zurückgreifen, agiert darüber hinaus jedoch autonom und profitiert vom speziellen Know-how der Mitarbeiter und den kurzen Entscheidungswegen innerhalb eines kleinen, aber hoch spezialisierten Teams.

Mit Dr. Igor Doric konnte Arp einen ausgewiesenen Fachmann als Mitgründer und Geschäftsführer gewinnen. Doric war sechs Jahre lang wissenschaftlich-technischer Leiter von CARISSMA, dem wissenschaftlichen Leitzentrum für Fahrzeugsicherheit an der TH Ingolstadt.
Im Rahmen seiner Tätigkeit in Ingolstadt arbeitete Doric bereits an TargETS, einem neuartigen System zum Testen von Assistenzsystemen für den Fußgängerschutz. Dabei entwarf er unter anderem einen Fußgänger-Dummy, der die menschlichen Bewegungsabläufe so realitätsnah wie kein anderes Modell abbilden kann. Auch in seiner neuen Funktion bei der Messring Active Safety GmbH wird er weiterhin eng mit den Wissenschaftlern von CARISSMA zusammenarbeiten.

“Der Fokus unserer Entwicklungsarbeit liegt momentan auf den ungeschützten und damit verwundbaren Verkehrsteilnehmern, vor allem Fußgänger und Radfahrer,” so Doric.

Hier gibt es aus seiner Sicht am meisten Bedarf an neuen Konzepten und Komponenten, um häufig auftretende kritische Verkehrssituationen in Testversuchen möglichst authentisch nachstellen zu können.