Presse Schuler

Der Konzernumbau habe beim seit 2013 zur österreichischen Machinenbaugruppe Andritz gehörenden Pressenherstellers Schuler zu hohen Einmal-Belastungen geführt. Bild: Schuler

| von Roswitha Maier

Das Konzernergebnis sank 2019 von plus 13,5 Millionen auf minus 121,9 Millionen Euro, wie Schuler mitteilte. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) betrug das Minus 75,5 Millionen Euro (gegenüber einem Gewinn von 45,3 Millionen Euro im Jahr 2018). Der Umsatz sank von 1,212 auf 1,136 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging von 1,255 auf 1,092 Milliarden Euro zurück. Damit schnitt Schuler eigenen Angaben zufolge "deutlich besser" ab als die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie insgesamt.

Der weltweit agierende Anbieter von Technologien in der Umformtechnik - maßgeblich für die Produktion von Karosserien und Zulieferteilen - verwies auf die 2019 in Angriff genommene Neuausrichtung des Konzerns. Dies habe hohe Einmal-Belastungen verursacht. "Als Pressenbauer ist Schuler Teil der dramatischen Transformation der globalen Automobilindustrie hin zu E-Mobilität, autonomen Fahren und digitaler Vernetzung", sagte Vorstandschef Domenico Iacovelli. Mittelfristig werde das Unternehmen seine "führende Position in der Umformtechnik ausbauen und in der Folge auch wieder bessere Ergebnisse erzielen".

Die Zahl der Beschäftigten ging konzernweit auf 6.276 (6.574 im Vorjahr) zurück, in Deutschland auf 3.962 (4.195). Finanzchef Thomas Kamphausen sagte, mit spürbaren Kostenentlastungen werde ab 2021 gerechnet. Mögliche Folgen des Coronavirus für Umsatz und Ergebnis ließen sich derzeit noch nicht abschätzen. Schuler gehört seit 2013 zur österreichischen Maschinenbau-Gruppe Andritz.