Neue e-Mobility-Komponente aus Faserverbundwerkstoff - Symbolbild BMW

Neue e-Mobility-Komponente aus Faserverbundwerkstoff von SGL für BMW. Bild: BMW Group

| von Götz Fuchslocher

Wie SGL Carbon mitteilt, umfasst der substanzielle mehrjährige Auftrag die Produktion eines neuartigen glasfaserbasierten Deckels für ein Batteriegehäuse. Die Komponente soll in einem zukünftigen Plug-in-Hybridmodell der BMW Group zum Einsatz kommen. Der Auftrag folge auf Prototypen für einen chinesischen Automobilhersteller, den Großauftrag eines nordamerikanischen Automobilbauers sowie einen weiteren Auftrag für einen europäischen Sportwagenhersteller.

Batteriegehäuseabdeckungen aus faserverstärktem Kunststoff sind den Experten für kohlenstoffbasierte Lösungen zufolge leicht, zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit aus und erfüllen hohe Anforderungen an die Dichtheit gegenüber Wasser oder Gas. Verbundwerkstoffe können laut SGL Carbon helfen, eine bessere Strukturfestigkeit am Unterboden etwa gegen Durchschlag zu erreichen. Für besonders beanspruchte Strukturen oder Tragelemente wie etwa Unterbodenplatten und Seitenrahmen biete sich auch der Einsatz von Carbonfasern an, heißt es. Für weniger beanspruchte Bauteile wie Batteriegehäuseabdeckungen können Glasfasern oder ein Fasermix ausreichend sein.

„Getrieben durch die weltweit fortschreitende Entwicklung der Elektromobilität entwickeln sich unsere innovativen Lösungen für Batteriegehäuse aus faserverstärktem Kunststoff weiter zu einem Wachstumstreiber für die SGL Carbon“, erklärt Sebastian Grasser, Head of Automotive Segment im Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials bei der SGL Carbon. Zusätzlich zur neuen Anwendung für die Batteriegehäuseabdeckung eines Plug-In-Hybridmodells, fertigt das Unternehmen für die BMW Group weiterhin die Bauteile aus carbonfaserverstärktem Kunststoff für den BMW i3. Weiter heißt es, man liefere Materialien für die Carbon Core-Karosserie des BMW 7er und sei als Lieferant sämtlicher Carbon-Materialien – Fasern, Textilien, Stacks – für den BMW iNEXT nominiert, der 2021 starten werde.