Takata-Airbags

Takata-Airbags: Allein die Automobilhersteller in den USA rufen derzeit 37 Millionen Fahrzeuge mit 50 Millionen bruchgefährdeten Takata-Airbags zurück. Bild: Takata

Damit ist eine Untersuchung gegen das Unternehmen vom Tisch, dem vorgeworfen wurde, Probleme mit seinen Airbags verschleiert zu haben. Takata gilt als der Verursacher des weltweit größten Massenrückrufs in der Autobranche und hat wegen der immensen Kosten in Japan und den USA Gläubigerschutz beantragen müssen.

Takatas US-Geschäft habe sich bereit erklärt, die gemeinsame Untersuchung, die von 44 Bundesstaaten und dem District of Columbia durchgeführt wurde, beizulegen, hieß es nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden. Von Takata war in der Sache unmittelbar keine Stellungnahme erhältlich. Die Generalstaatsanwälte erklärten weiter, man werde die Zahlung der Strafe nicht verlangen, um den Weg für die Opfer freizumachen, die auf eine Entschädigung im Zusammenhang mit Todesfällen und Verletzungen durch die Takata-Airbags warten. Die defekten Airbags von Takata sollen mit 22 Todesfällen und mehr als 180 Verletzungen weltweit in Verbindung stehen. Die Airbags können bei Kollisionen explodieren, weil sich ein chemisches Treibmittel bei hoher Hitze und Feuchtigkeit im Laufe der Zeit destabilisieren kann.

Der jüngste Vergleich wurde einem Bundesinsolvenzrichter in Delaware zur Genehmigung vorgelegt. Ein Richter genehmigte Takatas Restrukturierungsplan in den USA in der vergangenen Woche, der den Verkauf der meisten seiner Vermögenswerte an einen Wettbewerber vorsieht. Zudem soll die Gesellschaft einige Erlöse den Autobauern zukommen lassen, die die Rückrufkosten tragen mussten. Allein die Automobilhersteller in den USA rufen derzeit 37 Millionen Fahrzeuge mit 50 Millionen bruchgefährdeten Takata-Airbags zurück. Die Gesamtzahl der zurückgerufenen Airbags könnte nach Behördenangaben auf bis zu 70 Millionen steigen.