Audi Q3_neues-Modell_Marktstart

Was lässt Audi mit dem neuen Q3 aus dem Sack? Derzeit wird das Mitte 2018 kommende Modell letzten Härtetests unterzogen. Archivbild: Audi

Mit dem ersten Q3, der für die Ingolstädter im Jahr 2011 den Start ins Segment der kompakten Premium-SUV markierte, landete die Marke mit den vier Ringen einen Riesenerfolg. In der Spitze wurden von dem Fahrzeug im Jahr 2016 230.000 Einheiten verkauft.

Nun steht der Wechsel auf die zweite Generation an. Seither haben sich die Vorzeichen am Markt aber geändert: der Bereich der kompakten SUV ist absolut heiß, gehört zu den am stärksten wachsenden Segmenten. Allerdings: es ist seither auch eine Flut an neuen Modellen hinzu gekommen, vor allem auch aus dem eigenen Konzern. So zieht der Q3 mit dem Modellwechsel auf den Modularen Querbaukasten (MQB) um und damit auf dieselbe Architektur, auf der VW Tiguan, Skoda Kodiaq und Seat Ateca produziert werden werden – allesamt echte Quotenbringer für die VW-Konzernmarken.

Nicht zuletzt diese hausinterne Konkurrent dürfte nach einer ersten Einschätzung von IHS Markit dazu führen, dass der nächste Q3 die derzeitige Nummer 1 im Segment, den ebenfalls neuen BMW X3 nicht von der Spitze unter dem Premium-Kompakt-SUVs verdrängen wird. Den X3 sehen die Marktexperten im Gesamtjahr 2018 bei 253.000 Einheiten, den Q3 bei „nur“ 195.000 Einheiten. Wie schwierig angesichts der verschwimmenden Segmentgrenzen die Vergleichsziehung ist, zeigt gerade das Beispiel: so gibt es Analysten, die den Q3 mit dem X3 vergleichen und solche, die den Bezug eher zum X1 herstellen. Fakt bleibt aber: der neue Q3 dürfte in der Absatzspitze hinter dem Vorgänger bleiben.

Abgesehen davon bringt der auf den MQB Audi auf der technologischen Seite einige Fortschritte. So wird das Fahrzeug um etwa 50 Kilogramm leichter. Die Verbräuche der Motoren sollen um durchschnittlich etwa 20 Prozent sinken. Das obwohl der Wagen mehr Radstand erhält (2,60m auf 2,65m) sowie länger (4,39m auf 4,45m) und breiter (1,83m auf 1,88m) wird. Weil die Höhe gleichzeitig unverändert bleibt, wird der Wagen optisch deutlich dynamischer. Mit dem Größenzuwachs will der Autobauer eine deutlichere Abgrenzung zum Q2 erreichen. Äußerlich kommt die nächste Generation als kleinere Version des Q5 daher.

In Sachen Motorisierung geht es beim Q3 mit dem 1,5 Liter Benziner mit Zylinderabschaltung los, am oberen Ende bei den konventionell motorisierten Modellen steht der SQ3 mit 335 PS. Dazu geplant ist ein Plugin-Hybrid sowie einen Mildhybrid, dessen 15 kW-Batterie und das 12-Volt-Bordnetz, womit sich der Wagen auf kurzen Strecken elektrisch bewegen lässt. Noch offen ist, ob man auch eine Q3-Variante  mit einem  elektrischen Antriebsstrang bringen wird, wie er im E-Golf eingesetzt wird. Mit Blick auf den Innenraum wird Audi dem Q3 mutmaßlich die aktuelle Infotainment-Generation spendieren.

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    Das Interieur der nächsten Mercedes A-Klasse. Bild: Oliver Schwarz / Daimler

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    Der Audi A7 Sportback ist Teil der Modelloffensive des Ingolstädter Autobauers. Bild: Audi

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