BMW-Chef Harald Krüger auf der Bilanz-Pressekonferenz

BMW-Chef Harald Krüger hat auf der Bilanzpressekonferenz bis Ende nächsten Jahres über 40 neue und überarbeitete Modelle angekündigt - darunter den neuen Luxus-SUV X7. Bild: may

| von Andreas Karius

"Wir streben 2017 erneut Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis an", sagte Vorstandschef Harald Krüger am Dienstag (21. März) auf der Bilanzpressekonferenz in München. Für einen erfolgreichen Auftakt habe im Februar der neue 5er gesorgt - nach Stückzahl und Rendite mit das wichtigste BMW-Modell. BMW hat im vergangenen Jahr 2,25 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft, wurde im direkten Markenvergleich nach elf Jahren an der Spitze aber von Mercedes überholt. Der Gewinn stieg um 8 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Analysten hatten beim Vorsteuerergebnis im Schnitt das Niveau aus dem Vorjahr (9,67 Mrd Euro) auf dem Zettel. Bei der Umsatzrendite (Ebit) im Autogeschäft bleibt es bei der bisherigen anvisierten Bandbreite von 8 bis 10 Prozent, Absatz und Umsatz sollen leicht steigen. Vergangenes Jahr war die Marge hier von 9,2 auf 8,9 Prozent gesunken, weil BMW wegen der alternden Modellpalette viel in neue Modelle wie den 5er investierte. Die Umsatzrendite im Kerngeschäft mit Autos sinkt bei BMW seit mehreren Jahren.

Krüger kündigte bis Ende nächsten Jahres über 40 neue und überarbeitete Modelle an - darunter den neuen Luxus-SUV X7. Im besonders rentablen oberen Luxussegment wolle der BMW-Konzern seinen Verkaufszahlen in den nächsten Jahren deutlich steigern, sagte Krüger.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Elektroautos. Neben dem batteriegetriebenen i3 will BMW ab Sommer acht Plug-in-Hybride anbieten und im laufenden Jahr 100.000 Autos mit E-Motor verkaufen. Ab 2019 werde BMW alle Baureihen auch als reine E-Autos anbieten, sagte Krüger.

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