Die deutschen Behörden und italienischen Aufsichtsbehörden liegen wegen Fahrzeugen von Fiat schon seit letztem Jahr im Clinch, nun haben US-Behörden andere Fahrzeuge wie den Jeep Grand Cherokee und den Dodge Ram im Visier .Bild: FCA

Die deutschen Behörden und italienischen Aufsichtsbehörden liegen wegen Fahrzeugen von Fiat schon seit letztem Jahr im Clinch, nun haben US-Behörden andere Fahrzeuge wie den Jeep Grand Cherokee und den Dodge Ram im Visier .Bild: FCA

"Wir haben die italienischen Behörden wiederholt gebeten, so bald wie möglich überzeugende Antworten zu geben", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag (13. Januar). Diese seien bislang ausgeblieben. "Uns geht allmählich die Zeit aus, weil wir die Gespräche über die Konformität von Fiat bald beenden wollen." In Brüssel war von einem Zeitrahmen von einigen Wochen die Rede.

Deutschland geht davon aus, dass bei Fiat ähnlich wie bei Volkswagen unzulässige Software zum Schönen von Abgaswerten zum Einsatz kam, der Hersteller verneint das. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beruft sich auf Untersuchungen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Italienische Behörden sehen hingegen keinen Grund für Beanstandungen. Die EU-Kommission agiert auf Bitte der Bundesregierung als Vermittler zwischen Deutschland und Italien.

In den USA ist Fiat Chrysler wegen möglichen Abgasbetrugs ins Visier der Behörden geraten. Der italienisch-amerikanische Branchenriese stehe im Verdacht, bei rund 100.000 Dieselwagen die Emissionswerte von Stickoxiden gefälscht zu haben, hatte das US-Umweltamt EPA am Donnerstag mitgeteilt. Es geht um Software zur Abgaskontrolle, die Fiat Chrysler nicht offengelegt und so gegen Umweltgesetze verstoßen habe. Der Autokonzern geht auch hier davon aus, sich mit seiner Abgastechnik im legalen Rahmen zu bewegen.