Elektromobilität_China_Wildwuchs

Die chinesische Regierung will den Wildwuchs an Elektroautoherstellern im Land eindämmen. Nio (Bild) gehört unter den 480 Newcomern der vergangenen fünf Jahre zu den Großen. Bild: Nio

| von Stefan Grundhoff

In China scheint der Markt der Elektroautos kaum mehr eine Grenze zu kennen. Das hat längst auch die chinesische Regierung erkannt und will in diesem Zusammenhang die Anforderungen für entsprechende Unterstützungen erhöhen. Automobilhersteller, die bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen, müssten demnach ihre Investitionen zurückstellen. Eine der Anforderungen ist eine Kapazitätsauslastung und ein jährliches Mindestproduktionsvolumen von 300.000 Einheiten bei den globalen OEM.

Unabhängige Elektrofahrzeughersteller müssen sich bei PKW auf eine Mindestkapazität von 100.000 Einheiten pro Jahr festlegen. Die Schwelle für gewerbliche Elektrofahrzeuge liegt bei 5.000 Einheiten.

Aus Sicht der Aufsichtsbehörden besteht für die Elektroautobranche das Risiko von Überkapazitäten, da der NEV-Sektor sowohl von traditionellen OEMs als auch von Start-ups Investitionen in beisspielloser Höhe anzieht. IHS-Markit-Daten zeigen, dass in China Stand August über 480 Start-ups in der Autoindustrie gelistet waren, von denen gerade 50 Untrenehmen im Markt aktiv sind. Allerdings haben bisher nur 15 Start-Ups Genehmigungen erhalten, um ihre eigenen Werke in China zu bauen.