JLR Castle Bromwich

Jaguar Land Rover hat die Produktionspause in seinem Werk in Castle Bromwich / GB verlängert. Der drohende Brexit wirft weitere Schatten voraus. Bild: JLR

JLR plante ursprünglich eine sechswöchige Unterbrechung, größtenteils im August, um die Fertigung auf die neue modulare Längsarchitektur umzustellen. Die Financial Times berichtet jedoch, dass das Werk trotz der kurzen Eröffnung Anfang September letzte Woche wieder geschlossen wurde und in dieser Woche weiter geschlossen bleibt. Ein Sprecher von JLR bestätigte, dass die Schließung mit der Installation neuer Geräte und nicht mit gesunkenen Absatzzahlen zusammenhängt. Er fügte hinzu, dass viele Mitarbeiter vor Ort an Wartung und Schulung arbeiten und andere, die nicht am Arbeitsplatz sind, noch bezahlt werden.

Unabhängig davon hat der Autohersteller weitere Einzelheiten seiner Pläne bekannt gegeben, um die anfänglichen Auswirkungen des Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union zu vermeiden, wenn dieser wie derzeit geplant am 31. Oktober stattfindet. Der CEO von JLR, Ralf Speth, wird von der Financial Times zitiert, dass das Unternehmen seine Fahrzeugproduktionsstätten in Halewood, Castle Bromwich und Solihull sowie sein Motorenwerk in Wolverhampton für bis zu acht Tage schließen werde. Speth ergänzte, dass das Unternehmen aufgrund des Imports von rund 20 Millionen Bauteilen pro Tag nicht in der Lage sei, die benötigten Komponenten zu lagern. Die Verzögerung zwischen der Bestellung von Bauteilen und deren Lieferung würde dazu führen, dass die Fertigung nicht kurzfristig wiedereröffnet werden könne, wenn sich der Brexit erneut hinausziehe. Die Sunday Times berichtet, dass JLR seine Fahrzeuge in Schweden und Spanien zertifizieren wird, falls ein Brexit ohne Deal stattfinden sollte. In einer Erklärung sagte JLR: „Wir können bestätigen, dass wir Vorkehrungen getroffen haben und wissen, dass wir mit europäischen Typgenehmigungen fortfahren können, wenn das Vereinigte Königreich aus der EU austritt."