Mercedes E-Klasse

Das neue entwickelte Diesel-Aggregat kommt in der neuen Mercedes E-Klasse zum Einsatz. Bild: Daimler

Zum ersten Mal zum Einsatz kommt das Aggregat in der neuen E-Klasse, die ab April bei den Händlern steht. Fünf Jahre Entwicklungsarbeit stecken in dem neuen Selbstzünder. Ergebnis: Der neue Diesel stößt 13 Prozent weniger C02 auf dem Prüfstand aus als sein Vorgänger. Das liest sich auf den ersten Blick wenig beeindruckend, die Frage stellt sich: Sind 13 Prozent weniger CO2 wirklich 2,6 Milliarden Euro wert? Doch der neue Selbstzünder kann noch mehr. So sei der Motor auch auf die Erfüllung künftiger Grenzwerte unter realen Fahrbedingungen ausgelegt.

Hintergrund: Das EU-Parlament hatte vergangene Woche den Rahmen für realistischere Abgastests für Dieselfahrzeuge ab 2017 abgesteckt. Der erlaubt allerdings, dass der mit der Euro-6-Abgasnorm festgelegte Wert von 80 Milligramm Stickoxid (NOx) pro Kilometer bis 2020 um mehr als das Doppelte überschritten wird. Legt man nun diese Bedingungen zu Grunde, unterbietet der neue Motor laut Chefentwickler Heil seinen Vorgänger beim Ausstoß von Stickoxiden um 80 Prozent. Auch die Schwankungsbreite sei verringert worden.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte jüngst genau diese Schwankungen bei Fahrten außerhalb des streng festgelegten Testzyklus und bei bestimmten Temperaturen kritisiert und den Widerruf der Typzulassung eines Dieselmodells von Mercedes beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) gefordert. Daimler wehrte sich aber gegen den Vorwurf. “Unsere Fahrzeuge erfüllen die gesetzlichen Auflagen”, sagte ein Sprecher.

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gp / Quellen: dpa, Dow Jones Newswires