Fertigung bei GKN Driveline in Bruneck

Fertigung bei GKN Driveline in Bruneck: GKN wehrt sich gegen den Übernahmeversuch, mit dem der Komponentenhersteller sein eigenes Autoteilegeschäft mit dem US-Konzern Dana fusionieren will. Bild: GKN

| von Andreas Karius

Der Industriekonzern Melrose lässt im Kampf um die Übernahme des britischen Komponentenherstellers GKN nicht locker. Die Briten erhöhten ihr feindliches Übernahmeangebot auf 467 Pence je Aktie, wie Melrose mitteilte. Es soll die letzte Offerte sein, die GKN nun mit 8,1 Milliarden Pfund Sterling bewertet. Mitte Januar hatte Melrose angekündigt, sich mit der Offerte im Gegenwert von 430,1 Pence direkt an die Aktionäre zu wenden, da Melrose beim Management des Übernahmeziels kein Gehör fand.

Melrose bietet nun je GKN-Aktie 81 Pence in bar und je 1,69 eigene Aktien. Damit würden GKN-Aktionäre 60 Prozent des fusionierten Unternehmens halten. Melrose hält mit dem neuen Angebot die bisher gebotene Barkomponente unverändert, will aber mehr eigene Aktien in den Deal einbringen. Alle Versuche, mit dem GKN-Management in Verhandlungen einzutreten seien gescheitert.

GKN wehrt sich gegen den Übernahmeversuch, mit dem der Komponentenhersteller sein eigenes Autoteilegeschäft mit dem US-Konzern Dana fusionieren will. Eine entsprechende Vereinbarung im Volumen von 6,1 Milliarden US-Dollar wurde mit den Amerikanern bereits getroffen. Melrose bezeichnet dies als schlechten Deal für die Aktionäre und für Großbritannien. Ein großer Teil des britischen Unternehmens würde dann von Ohio aus geführt, und die bisherigen GKN-Aktionäre müssten sich mit einer Minderheitsbeteiligung an einem US-Konzern begnügen.

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