Mercedes AMG GLE 63 Coupé.

Die Einführung des GLE Coupé ist einer der Gründe, warum Mercedes sämtliche Kapazitäten im US-Werk Tuscaloosa für seine SUVs braucht. Bild: Daimler

In South Bend, Indiana, soll AM General zukünftig die R-Klasse fertigen, so der Autobauer. Die durch die Verlagerung frei werdenden Produktionskapazitäten im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa will Daimler dann für die M-Klasse, die GL-Klasse und das im Sommer kommende neue GLE Coupé nutzen. “Wir bauen im Rahmen unserer Wachstumsstrategie unser weltweites Produktionsnetzwerk aus und nutzen die zusätzlichen Kapazitäten eines Auftragsfertigers. Damit erhöhen wir die Flexibilität und steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter”, sagte Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer.

Mercedes-Benz erneuert in diesem Jahr fast die gesamte SUV-Palette: Die M- und GL-Klasse erhalten eine Modellpflege, entsprechend der neuen Mercedes-Benz Nomenklatur werden die bisherigen Modellbezeichnungen dann durch GLE-Klasse bzw. GLS-Klasse ersetzt. Zusätzlich kommt im Sommer mit dem GLE Coupé ein völlig neues Modell auf den Markt. Mercedes-Benz erhofft sich davon weitere Absatzimpulse.

“Mit der Einführung des neuen GLE Coupé und der anhaltend starken Nachfrage nach SUVs benötigen wir im Werk Tuscaloosa alle verfügbaren Produktionskapazitäten für dieses Segment”, sagte Jason Hoff, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa. Die Kapazität des Mercedes-Benz Werks Tuscaloosa soll in diesem Jahr mehr als 300.000 Einheiten erreichen. Die bisherige R-Klasse-Kapazität wird zukünftig für die anderen SUV-Baureihen genutzt. Zusätzlich zu den SUV-Baureihen produziert das Werk seit Juni 2014 auch die neue C-Klasse Limousine ? als einer von vier globalen Produktionsstandorten im Verbund mit dem Lead-Werk in Bremen, dem südafrikanischen Werk in East London und dem chinesischen Produktionsstandort Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC).

“Wir sind in den USA 1997 mit der Produktion eines Modells gestartet ? heute sind wir bei vier und schon bald bei fünf Modellen. Es macht uns stolz, dass das Werk Tuscaloosa weiterhin wächst und sich verändert ? immer mit unserem traditionellen Anspruch, die besten Fahrzeuge im jeweiligen Segment zu bauen”, so Hoff.

Die Mercedes-Benz R-Klasse wird seit 2013 ausschließlich in China vertrieben. Die in China seit jeher als Langversion mit sechs oder sieben Sitzen angebotene R-Klasse ist bei chinesischen Kunden weiterhin beliebt. Die Auftragsfertigung bei AM General soll im Sommer 2015 beginnen.

Das Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa (Mercedes-Benz U.S. International ? MBUSI) wurde 1995 gegründet und nahm 1997 die Produktion der M-Klasse auf. Im Jahr 2005 kamen die R-Klasse, 2006 die GL-Klasse und 2014 die C-Klasse Limousine für den nordamerikanischen Markt hinzu. Im Jahr 2014 produzierte das Werk mehr als 235.000 Fahrzeuge, bis heute sind in Tuscaloosa mehr als 2,1 Millionen Fahrzeuge für Kunden in aller Welt vom Band gelaufen.

AM General verfügt über mehr als fünf Jahrzehnte Produktionserfahrung in zwei separaten Montagewerken. Das Unternehmen hat bisher nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge weltweit produziert.

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Daimler/ks