Mercedes-Benz-Werk Hamburg

Mercedes-Benz-Werk Hamburg: Neben der traditionellen Produktion von Achsen und Achskomponenten, Leichtbaustrukturteilen und Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie erhält das Werk eine fünfte Produktsäule. Bild: Daimler

Im Jahr 2018 startete die Fertigung einer elektrischen Hinterachse sowie eines elektrisches Antriebsmoduls am Standort. Beide Komponenten sind unverzichtbar, um Mercedes-Benz Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ anzutreiben. Ebenfalls produziert das Werk in Hamburg künftig ein Leichtbauteil für das Frontmodul des EQC, der im Mercedes-Benz Werk Bremen Anfang 2019 vom Band läuft. Der SUV ist das erste Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ von Mercedes-Benz.

Anfang der nächsten Dekade wird im Werk Hamburg außerdem erstmals ein integrierter Starter-Generator (iSG) montiert: Der iSG vereint Starter und Generator in einem leistungsfähigen Elektromotor zwischen Motor und Getriebe und kommt auch beim Kaltstart zum Einsatz. Er ersetzt sowohl die bisherige Lichtmaschine als auch den Anlasser. Der integrierte Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor, etwa beim Beschleunigen, und speist mittels hocheffizienter Rekuperation die Batterie mit Energie. Insbesondere in Kombination mit einer 48-Volt-Batterie rentieren sich die nötigen Anpassungen der Antriebsarchitektur langfristig durch höhere Kraftstoffersparnisse. Dies ist Teil der Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars. Bis 2022 wird das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten im Markt – vom Kompaktwagen bis zum großen SUV.

Außerdem übernimmt das Mercedes-Benz Werk Berlin Anfang der nächsten Dekade die Montage eines elektrischen Antriebsmoduls für die Daimler-Elektromarke EQ. Das elektrische Antriebsmodul umfasst den Zusammenbau von mehr als 60 Bauteilen und hat damit ein Gesamtgewicht von rund 165 Kilogramm. Im Rahmen der Arbeitsplatzgestaltung wird ein neues Werkstückträgerkonzept zum Einsatz kommen, das ergonomisches Arbeiten durch elektrisches Schwenken des E-Antriebs ermöglicht.

„Mercedes-Benz Cars modernisiert seine weltweiten Powertrain-Werke und stärkt mit zukunftsfähigen Produkten ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Mit den Zukunftsbildern haben wir die Werke auf ein tragfähiges Fundament gestellt und sie haben die Chance von den neuen Technologien der Elektromobilität zu profitieren“, sagte Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars.

Auf dem Weg zur Elektromobilität arbeitet das Mercedes-Benz Werk Hamburg eng mit dem Mercedes-Benz Werk in Berlin zusammen. Seit August 2017 stehen die beiden „Nordwerke“ unter der gemeinsamen Leitung von René Reif. Damit werden die Standorte im Powertrain-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars weiter gestärkt und profitieren voneinander: Der Austausch von Best-Practices und Know-how sowie die Angleichung bestehender Prozesse schafft Synergien, die zur Steigerung der Effizienz beitragen und eine ideale Vorbereitung auf die Transformation beider Werke in Richtung Elektromobilität sind.