Infiniti QX 50

Beim Infiniti QX 50 wurde erstmals der neue Stahl verbaut. Bild: Infiniti

| von Stefan Grundhoff

Der neue Stahltyp wurde gemeinsam von Nissan, Nippon Steel und Sumitomo Metal entwickelt. Der japanische Autohersteller behauptet, dass der neue 980-Megapascal-Stahl verwendet werden kann, um Teile mit komplexen Formen zu modellieren, dünner und leichter sind als bei konventionellem hochfestem Stahl. Vorteil: die Fähigkeit zur Energieabsorption bei einer Kollision bleibt erhalten. Das erste Modell, das diesen neuen Stahl verwendet, ist der Mittelklasse-Crossover vom Typ Infiniti QX50, der im März in den amerikanischen Handel kam. Die vorderen und hinteren Längsträger des SUV sowie andere Karosserieteile bestehen aus dem neuen Stahlgemisch. Das hochfeste Material macht insgesamt 27 Prozent des neuen QX50 aus und soll zeitnah auf andere Modelle ausgeweitet werden.

Nissan, Nippon Steel und Sumitomo Metal arbeiten seit mehreren Jahren an der Entwicklung hochfester Stähle. Gewichtsreduzierung ist ein Schlüsselparameter für Automobilhersteller, um den Kraftstoffverbrauch zu verbessern und die Emissionen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Festigkeit zu senken. Darüber hinaus führt die Verwendung von hochfestem Stahl dazu, dass weniger Material pro hergestelltem Fahrzeug verwendet wird, während keine größeren Änderungen an der bestehenden Produktionslinie erforderlich sind. Zuvor hatte der Automobilhersteller im Oktober 2011 mit seinen Partnern einen ultra-hochfesten Stahl entwickelt. Die neuen Materialien sollen einen nennenswerten Beitrag dazu leisten, die CO2-Emissionen der Nissan-Neufahrzeuge im Vergleich zum Geschäftsjahr 2000 bis 2022 um 40 Prozent zu senken.