Daimler-Immendingen

Auf dem Gelände bei Immendingen wird Daimler vorrangig Fahrerassistenzsysteme weiterentwickeln, die zur Unfall-Prävention beitragen, und an der Zukunft des autonomen Fahrens arbeiten. Bild: Daimler

Daimler will in Immendingen von 2017 an Fahrerassistenzsysteme weiterentwickeln und an Techniken für autonomes Fahren feilen. Eine Teststrecke für selbstfahrende Autos auf Autobahnen scheint für Baden-Württemberg dagegen erstmal in weitere Ferne gerückt zu sein: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte vor kurzem vorgeschlagen, eine solche Teststrecke auf der A9 in Bayern zu errichten. Die Technik für autonomes Fahren ist derzeit schon soweit fortgeschritten, dass die deutschen Autohersteller bereits Fahrzeuge auf Autobahnen testen. Voraussetzung ist eine Genehmigung des Regierungspräsidiums.

Autos ohne Mensch am Steuer dürften aber vorerst noch nicht gesichtet werden. Denn ein geschulter Fahrer muss hinterm Lenkrad sitzen und im Ernstfall eingreifen können. Ganz ohne diesen “Fallschirm” dürfen die Autos noch nicht alleine fahren.

Neue S-Klasse für Kretschmann

Zu dem Spatenstich will auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommen – der Termin dürfte für ihn noch aus einem anderen Grund interessant sein: Ihm wird von Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber ein neues Dienstfahrzeug überreicht.

Es handle sich dabei um eine “S-Klasse 500 PLUG-IN HYBRID”, die für ein Jahr gemietet werde, sagte ein Sprecher des Staatsministeriums. Der Wagen sei der inzwischen sechste Dienstwagen von Kretschmann – auch Ministerin Silke Krebs, Staatssekretär Klaus Peter Murawski und Staatsrätin Gisela Erler würden ein Hybridfahrzeug fahren.

Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe verschlechtert sich Kretschmann mit dem neuen Wagen allerdings beim CO2-Ausstoß: Im vergangenen Jahr hatte der Verein seinem Dienstwagen noch die bundesweit einzige “Grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein” verliehen. Kretschmann bleibe als erster Ministerpräsident mit einem CO2-Ausstoß von 115 Gramm unterhalb des EU-Zielwerts von 130 Gramm, hieß es damals. Das dürfte mit dem neuen Auto wohl nicht mehr möglich sein: Für das neue Fahrzeug des Ministerpräsidenten ergebe sich insgesamt ein CO2-Ausstoß von 140 Gramm pro Kilometer, sagte eine Sprecherin der Umwelthilfe.

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gp