VW-Werk Anting China

VW-Werk Anting: Zusammen mit dem FAW-Volkswagen in Foshan soll die Produktion von ID.-Modellen eine Gesamtkapazität von 600.000 Einheiten erreichen. Bild: Volkswagen

| von Andreas Karius

Die Serienproduktion im neuen Werk Anting soll im Oktober 2020 mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen beginnen. Volkswagen will bis 2028 ein Gesamtvolumen von 22 Millionen Elektrofahrzeugen weltweit erreichen, davon mehr als 50 Prozent aus China. "Das Land spielt eine entscheidende Rolle in unserer Elektrifizierungsstrategie, die den Weg für Volkswagens Ziel ebnet, bis 2050 bilanziell CO2-neutral zu sein" sagte VW-Chef Herbert Diess. Mit dem Start der MEB-Produktion führt das Unternehmen auch in China die Volkswagen-ID.-Familie ein. Das Werk wurde in nur 12 Monaten fertiggestellt.

Die Vorproduktion startet nur wenige Tage nach dem Beginn der weltweit ersten ID.-Fertigung in Zwickau. Gleichzeitig mit dem Werk in Anting ist geplant, die Produktion von ID.-Modellen in einem weiteren Werk von FAW-Volkswagen in Foshan aufzunehmen, was zu einer Gesamtkapazität von 600.000 Einheiten pro Jahr führt.

Die erste Phase der Vorproduktion in Anting beginnt mit einem speziell auf den chinesischen Markt ausgerichteten ID.-Modell der Marke Volkswagen. Künftig ist dort vorgesehen, vollelektrische Modelle auf MEB-Plattform für verschiedene Marken des Volkswagen-Konzerns zu fertigen. Insgesamt ist geplant, die lokale Produktion in China auf 15 MEB-Modelle verschiedener Marken bis 2025 zu erhöhen.

VW sieht das Werk in Anting als Vorreiter für umweltfreundliche und intelligente Fabriktechnologien. Die Flächennutzung wurde demnach stark verbessert, also im Vergleich zu einer Standardfabrik weit weniger Land und bebaute Fläche benötigt, so VW. In Sachen Flexibilität setzte das neue MEB-Werk in China besondere Maßstäbe, da sechs verschiedene Fahrzeugprojekte gleichzeitig gefertigt werden können.