Gapelstapler mit Batteriemodulen an einem Bahnwaggon

Audi stellt die Logistik bei Batteriebauteilen von der Straße auf die Schiene um. (Bild: Audi)

Beim Ingolstädter Hersteller sieht man den Schienentransport als einen Schritt zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks und damit als Teil des standortübergreifenden Umweltprogramms Mission:Zero. Dem Transport von Bauteilen für die Fertigung von Batterien im Werk Brüssel aus Ungarn per Bahn komme Vorbildcharakter zu, heißt es bei Audi. Von den Maßnahmen verspricht man sich eine radikale Reduzierung des Ausstoßes von CO2 sowie eine deutliche finanzielle Ersparnis.

Der Startschuss für die Umstellung der Schienentransporte zwischen Ungarn und Brüssel fiel bereits im Mai und soll Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Das nachhaltige Logistikkonzept für Batteriemodule und -zellen habe man für das gesamte Produktionsnetzwerk entwickelt, sagt Dieter Braun, Leiter Supply Chain bei Audi. Perspektivisch sollen möglichst alle Produktionsstandorte diese Lösung umsetzen.

Mit dem aktuellen Konzept der Schiene ersetzt man Audi zufolge den Transport von Batteriemodulen und -zellen von 15 vollbeladenen Lkw pro Tag. Die Schiene soll etwa 2.600 Tonnen CO2 jährlich sparen. Für die Streckenabschnitte in Österreich und Deutschland nutzt Audi das Angebot DBeco plus von DB Cargo bei dem die verbrauchte Strommenge ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie bezogen wird. In Ungarn und Belgien nutzt Audi DBeco neutral, bei dem die verbrauchte Strommenge mit Klimazertifikaten kompensiert wird. Bereits im vergangenen Jahr meldete auch die Volkswagen-Marke Lamborghini einen Umstieg auf die Bahn für den Transport der Karosserien zwischen Italien und Deutschland.

Da Audis Zulieferer in Ungarn über keinen eigenen Gleisanschluss verfügt, hat DB Cargo als Projektpartner am Standort Győr ein Logistics Center (LC) in Betrieb genommen. Hier findet der witterungsgeschützte Umschlag der Batteriemodule von der Straße auf die Schiene statt. Diese werden per Lkw beim Hersteller abgeholt und ab Győr über mehr als 1.000 Kilometer per Bahn nach Brüssel transportiert.

Wie Audi mitteilt, strebe man an, Bauteile mit hohem Umschlag wie Batteriemodule und Zellen bis zum Jahr 2025 ausschließlich per Bahn zu transportieren. Am Stammsitz in Ingolstadt etwa stehe schon alles für die Produktion von Batterien aus per Bahn gelieferten Modulen und Zellen bereit, die anschließend in den vor Ort gefertigten Audi-Modellen zum Einsatz kommen.

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