Neues Werk Ungarn Boysen

Ab 2025 soll ein neues Boysen-Werk in Ungarn den Betrieb aufnehmen. (Bild: Boysen)

Die Boysen Gruppe meldet laut Geschäftsführer Rolf Geisel „den Gewinn eines Großauftrags zur Fertigung von Batteriegehäusen für die Elektroautos eines namhaften Premiumherstellers.“ Das Volumen beziffert der Zulieferer auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr.

Gleichzeitig möchte das Unternehmen die eigenen Produktionskapazitäten mit einem neuen Werk in Ungarn ausbauen, das 2025 in Betrieb gehen soll. „Wir werden in Ungarn rund 130 Millionen Euro investieren und bis zu 400 Arbeitsplätze schaffen“, so Geisel. Mit einer Produktionsfläche von mehr als 50.000 Quadratmetern handele es sich beim neuen Werk um den mit Abstand größten Standort, den die Unternehmensgruppe bisher realisiert habe. Entsprechend der Kundenvorgaben werde man den neuen Standort komplett CO2-neutral betreiben.

Mit dem Großauftrag für Batteriegehäuse orientiert sich der traditionell im Abgastechnik-Bereich beheimatete Anbieter zunehmend in Richtung der Elektromobilität. „Zwar fertigen wir bereits seit 2021 an unserem Standort in Simmersfeld verschiedene Strukturbauteile für E-Fahrzeuge, doch von den Dimensionen her ist das nicht vergleichbar“, erklärt Geschäftsführer Geisel. Mit den neuen Batteriegehäusen sei das erste große Etappenziel erreicht. „Diesen Erfolg haben wir uns unter großem Einsatz hart erkämpft. Die damit verbundenen neuen Fertigungstechnologien wie Klebetechnik sowie Kunststoff-, KTL- und Pulverbeschichtung zeigen für Boysen den Weg in die Zukunft auf. Und darauf werden wir jetzt weiter aufbauen“, so Geisel.

Neben Batteriegehäusen bietet Boysen künftig auch weitere Produktgruppen für alternative Antriebe an: Unter anderem sollen ab 2023 die ersten Flüssigwasserstofftanks für schwere Lkw zur Erprobung auf die Straße gehen. Nachdem 2019 der Einstieg ins Geschäft mit stationären Flüssigbatteriespeichern erfolgte, steht im kommenden Herbst der Baubeginn für ein eigenes Wasserstoffzentrum im süddeutschen Simmersfeld an, wo Boysen ebenfalls einen eigenen Solar- und Windpark aufbauen möchte.

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