Die Brille könnte Autofahrer künftig mit Informationen zum Fahrzeug, der Route oder freie Parkplätze versorgen. Ob und wann BMW ein Serienmodell der Brille auf den Markt bringen wird, ist laut BMW noch nicht entschieden.

Wichtig sei für BMW vor allem die Vernetzung, sagte ein Sprecher. Das könne auch mit Brillen anderer Hersteller geschehen. Man habe sich aber für die Entwicklung eines eigenen Prototyps entschieden, da bisher keine Datenbrillen auf dem Markt zu bekommen waren, die den Vorstellungen von BMW entsprochen hätten.

Die Brille soll die Sicherheit und den Komfort während der Fahrt erhöhen, so BMW, und kann folgende Informationen in das Sichtfeld projizieren:

  • Zieleingabe für Navigation und Übergabe an das Fahrzeug: Orte als Zielpunkt auch außerhalb des Fahrzeugs auswählen und anschließend an dieses übergeben.
  • First Mile / Last Mile: Navigationsanzeige vom aktuellen Standort zum Fahrzeug bzw. vom Fahrzeug zum Ziel.
  • Head-Up-Funktionen: Anzeige von Geschwindigkeit, Tempolimit, usw. über die Brille und damit im primären Sichtfeld des Fahrers. Diese werden stets an der gleichen Position oberhalb des Lenkrads angezeigt, um keine Verkehrsteilnehmer zu überdecken.
  • Kontaktanaloge Navigation und Points of Interest: Erweiterung der Realität durch kontaktanaloge Navigationspfeile “auf der Straße”, sodass der Blick stets auf den Verkehr gerichtet bleiben kann. Zusätzlich ist eine kontaktanaloge Anzeige interessanter Orte entlang der Route, wie zum Beispiel freier Parkplätze, möglich.
  • Messaging: Bei eingehender Nachricht wird ein kleines Symbol in der Brille angezeigt. Die SMS/Kurznachricht kann dann durch das Fahrzeug vorgelesen werden. Aus Sicherheitsgründen ist das Anzeigen des Textes während der Fahrt nicht möglich.
  • X-Ray-View / transparente Fahrzeugteile: Der virtuelle Blick durch Fahrzeugteile (wie A-Säule, Türen, etc.) wird ermöglicht, um verdeckte Bereiche sichtbar zu machen.
  • Augmented Parking: Erleichtert das Einparken durch das Einspielen der Bilder einer im (rechten) Spiegel verbauten Kamera in die Brille. So lässt sich der Abstand zum Randstein eindeutig und bequem feststellen.

BMW-Video zum Einparken mit der Datenbrille

Die Datenbrille wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Qualcomm-Unternehmen entwickelt.

“Wir haben mit mehreren Firmen unseres Partners Qualcomm ein vernetztes System und eine Augmented Reality-Brille im MINI Design geschaffen, die das Erlebnis innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs neu gestalten”, erklärt Jörg Preißinger, Projektleiter MINI Augmented Vision.

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BMW/dpa/ks