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Dank ausgeklügelter Algorythmen soll die Parkplatzsuche bald schneller gehen. – Bild: BMW

Das Forschungsprojekt “Dynamische Parkwahrscheinlichkeitsprognose” stützt sich auf Bewegungsdaten von Fahrzeugflotten. Vor allem in Ballungszentren sollen Autofahrer mit dieser Anwendung Gebiete mit freien Parkplätzen am Straßenrand schneller finden.

Einen Forschungsprototyp der Anwendung zeigt BMW zusammen mit seinem Partner INRIX, einem weltweit führenden Anbieter von Echtzeitverkehrsinformationen, vom 3. bis 4. Juni 2015 auf der TU-Automotive Detroit (früher Telematics Detroit), die zu den größten Ausstellungen für vernetzte Mobilität zählt. Das System ist dort in einem BMW i3 zu sehen. Erste Tests mit dem i3 in München verliefen bereits erfolgreich. Das System ist selbstlernend und auch auf andere Städte übertragbar.

Freie Parkplätze schneller finden

Bereits seit 2011 forscht die BMW Group an Lösungen für das schnelle Finden von freien Parkplätzen. Dazu erstellten die Entwickler in Großstädten eine digitale Karte der vorhandenen Stellflächen des öffentlich zugänglichen Parkraums. Beim Parkvorgang lieferten mehrere tausend Autos einer Testflotte anonymisierte Bewegungsdaten. Einmal wenn ein Fahrzeug einen Stellplatz verlassen hatte, aber auch, wenn eine Parkfläche gesucht wurde. Aus der digitalen Karte kombiniert mit dem lokalen Prognosemodell und den Parkinformationen errechnet die Forschungsanwendung die aktuell möglichen Parkoptionen in einem Gebiet, etwa einem Stadtviertel, das im Borddisplay angezeigt wird.

Dabei wird die Anzahl der kurzzeitig freien Parkflächen ebenso wie die Zahl der suchenden Fahrer in die Berechnung einbezogen. Bereits auf Basis der Testflotten-Fahrzeuge seien die Ergebnisse zuverlässig, so BMW. Die Prognose wird präziser, je mehr Fahrzeuge Daten liefern. Die “Dynamische Parkwahrscheinlichkeitsprognose” soll auf diese Weise helfen, BMW Fahrer gezielt mit Parkplatzinformationen zu versorgen, um genau die Parkbereiche aufzusuchen, in denen aktuell nicht zu viele andere Verkehrsteilnehmer auf Parkplatzsuche sind. Dadurch sollen Fahrer aber auch Anwohner gleichermaßen entlastet werden.

Bis heute sammelt die BMW Group zudem weitere relevante und seriennahe Praxiserfahrungen mit ausgewählten Nutzern und Fahrzeugen der DriveNow Flotte. Der Parkinformations-Service könnte in naher Zukunft auch auf alle Fahrzeuge des Carsharing-Angebots ausgeweitet werden.

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gp