Im Mercedes-Benz Werk Bremen rollen ab sofort Limousine und T-Modell der neuen C-Klasse vom Band. Nach dem Lead-Werk im globalen C-Klasse Produktionsverbund soll in Kürze auch die Fertigung im chinesischen Peking sowie am südafrikanischen Standort in East London starten. Anschließend folgen laut Daimler die Plug-in-Hybride, deren Batteriesysteme von der Mercedes-Benz Batteriefabrik im polnischen Jawor geliefert werden.

China gilt seit 2016 als der größte Absatzmarkt für die C-Klasse Limousine. Dort produziert der Premiumhersteller künftig die Langversion für den lokalen Markt, während in East London Rechts- und Linkslenker-Limousinen für den weltweiten Export gebaut werden. Dank neuartiger Technologien in der Lackiererei wird dabei der Energieverbrauch pro Fahrzeug im südafrikanischen Werk um 25 Prozent gesenkt.

Neue Produktionsmethoden- und Prozesse

Bei der Produktion in Bremen kommt erstmals ein neues Rohbau-System zum Einsatz: Während im traditionellen Rohbau die Karosserie-Einzelteile in einer Linie gefertigt werden, besteht das neue System aus flexibel kombinierbaren Fertigungszellen – den sogenannten Cubes. Diese sind untereinander voll vernetzt, um die Vorteile von Big Data zu nutzen, so Daimler. Das System soll sukzessive in den Mercedes-Benz-Werken weltweit zum Einsatz kommen.

Auch die Bremer Montage passt der OEM auf die Fertigung verschiedener Antriebe an. So wird die C-Klasse auf derselben Linie wie der GLC, der rein elektrische EQC und das GLC Coupé gebaut. Eine neue TecLine bündelt zudem die komplexe Anlagentechnik an einer zentralen Stelle. Umbauarbeiten seien damit einfacher und schneller umsetzbar.

Echtzeitüberprüfung durch MO360

Mit der Mercedes-Benz Cars Operations 360 (MO360) soll die komplexe Fahrzeugproduktion außerdem transparenter und effizienter werden. Das digitale Ökosystem umfasst eine Familie von Softwareapplikationen, die durch gemeinsame Schnittstellen und einheitliche Benutzeroberflächen verbunden sind.

In Bremen verwendet der Autobauer in allen Gewerken etwa die Applikation Digitales Shopfloormanagement – vom Presswerk über den Rohbau und die Oberflächenbearbeitung bis zur Montage. Damit lassen sich sämtliche Produktionsdaten in Echtzeit verfolgen. Mit der MO360-Anwendung Quality Live erfolgt die Überprüfung der Qualität in Echtzeit. Die Applikation greift auf sämtliche Daten zurück, die im Produktionsprozess erfasst werden.

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