Für Smart Factories bedarf es übergeordneter Manufacturing-Execution-Systeme (MES).

Mit der Akquisition will der Dürr-Konzern im MES-Geschäft weiter expandieren und seine Position im nordamerikanischen Markt für Digitallösungen ausbauen. Bild: Dürr

| von Götz Fuchslocher

Die kanadische IT-Firma mit rund 50 Mitarbeitern wurde 1999 in Bromont (Quebec) gegründet und ist auf Connectivity-Lösungen für die digitale Maschinenanbindung spezialisiert. Damit lassen sich Maschinendaten aus verschiedenen Teilen einer Produktion erfassen, austauschen und an übergeordnete Manufacturing-Execution-Systeme für die Fabriksteuerung weitergeben.

Kernprodukte von Cogiscan sind etwa die Schnittstellentechnologie Co-NECT und die Server-Plattform TTC, die als Bindeglied zwischen den Maschinen in der Produktion und dem übergeordneten Manufacturing-Execution-System dienen. Wie Dürr mitteilt, arbeiten weltweit über 450 Fabriken in 50 Ländern mit den Technologien von Cogiscan.

Die Akquisition von Cogiscan ist ein wichtiger Schritt beim Ausbau unseres MES-Geschäfts“, sagt Jochen Weyrauch, stellvertretender Vorstands-vorsitzender der Dürr AG. Dürr und die Konzerntochter iTAC haben bisher über 500 Fabriken weltweit mit MES-Applikationen ausgerüstet.

iTAC wurde im Jahr 2015 erworben und bildet im Dürr-Konzern ein wichtiges Kompetenzzentrum für MES-Technologie. Die Dürr-Tochter kooperiert bereits seit vielen Jahren mit Cogiscan und hat nun 100 Prozent der Anteile an dem kanadischen Partner übernommen. „Die Akquisitionen sämtlicher Anteile von Cogiscan war der nächste logische Schritt“, so Peter Bollinger, Vorstandsvorsitzender der iTAC-Software AG. „Dadurch können wir unsere Kräfte bündeln, den Kunden durchgängige Lösungen anbieten und von Synergien profitieren.

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