Ein silberner BMW i4 fährt vollelektrisch über die Straße.

Für die Produktion des vollelektrischen BMW i4 investierte der OEM rund 200 Millionen Euro in sein Stammwerk. Bild: BMW

| von Fabian Pertschy
Robert Engelhorn ist BMW-Werksleiter in München.
Werksleiter Robert Engelhorn spricht von der umfangreichsten Umbaumaßnahme der Montage. Bild: BMW

Das BMW-Stammwerk in München ist nach einer sechswöchigen Umbauphase für die Produktion des vollelektrischen BMW i4 gerüstet. Die Maßnahmen seien laut Werksleiter Robert Engelhorn im Zeitplan und ohne Komplikationen abgeschlossen worden. „Unser Werk ist jetzt in der Lage, Fahrzeuge mit Diesel-, Benzin-, Hybridantrieb und den vollelektrischen BMW i4 auf derselben Linie zu fertigen.“ In den Aus- und Umbau hat die BMW Group rund 200 Millionen Euro investiert.

Virtual Reality als Planungstool

Aufgrund der beengten Strukturen in den Produktionshallen setzte der OEM beim Entfernen und Installieren der Anlagen bereits in der Planungsphase auf digitale Tools. So wurden im Vorfeld des Umbaus zukünftige Bandabschnitte, Anlagenkonzepte und Fertigungsprozesse mittels Virtual Reality simuliert und im Zuge dessen auch die Expertise der Fertigungsmitarbeiter eingeholt.

Der Großteil der für den BMW i4 erforderlichen neuen Fertigungsprozesse im Karosseriebau kann allerdings mit den bestehenden Produktionsanlagen dargestellt werden. Zusätzliche Anlagen erfordern lediglich die Bodengruppe und der Hinterbau des i4, da sie sich aufgrund des Elektroantriebs und der Hochvoltbatterie von konventionellen Architekturen unterscheiden.

Umfangreicher Umbau der Montage

Eine neue vollautomatische Batteriemontage soll künftig die rund 550 Kilogramm schwere Batterie einzubauen. Die Anlage überprüft bei der Anlieferung der Batterie selbstständig und mithilfe eines Kamerasystems die korrekte Position auf dem Förderband, der Transport zum Montageort und das Verschrauben erfolgt vollautomatisch.

Darüber hinaus wurden für den BMW i4 eine neue Elektro-Hängebahn und im Fahrzeug-Finish robuster konstruierte Förderbänder installiert. „Der Umbau in der Montage ist der umfangreichste in der Historie des Werks München“, betont Engelhorn. Zeitgleich wurden die Vorbereitungen für die Serienfertigung des BMW M3 abgeschlossen, der künftig auf derselben Linie gefertigt wird.

Das BMW-Stammwerk in München aus der Vogelperspektive.
Die 5.000 Mitarbeiter der Fahrzeugfertigung haben mittlerweile wieder die Serienproduktion aufgenommen. Bild: BMW

Der Eintrag "freemium_overlay_form_apr" existiert leider nicht.