Audi präsentiert aktuelle Nachhaltigkeitsprojekte

Vom 22. bis 24. Juni stellte Audi auf dem Greentech Festival in Berlin die Themen Circular Economy, Nachhaltigkeit in Produktion und Lieferkette, sowie den Audi Charging Hub und den Audi e-tron GT in den Fokus. (Bild: Audi)

Auch in diesem Jahr fand das GreenTech Festival, Europas größtes Festival für Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit, auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel statt. Vom 22. bis 24. Juni präsentierten mehr als 100 Aussteller ihre Technologien und Konzepte. Audi war erneut Founding Partner der Veranstaltung und präsentierte zugleich die eigenen Neuheiten im Bereich Umweltschutz und Wertschöpfungsketten.

Im Rahmen seiner Circular-Economy-Strategie stellte der Hersteller beispielsweise Exponate aus, die geschlossene Materialkreisläufe repräsentieren. Marco Phillippi, Verantwortlicher für die Beschaffungsstrategie bei Audi erklärte, das Unternehmen verfolge einen Hotspot-Ansatz im Bereich der Kreislaufwirtschaft, der die Materialien im Einzelnen auf ihr Kreislaufpotenzial betrachtet. In diesem Jahr habe man sich verstärkt auf den Wasser- sowie Glaskreislauf fokussiert. Ein Pilotprojekt gemeinsam mit den Partnern Reiling Glas Recycling, Saint-Gobain Glass und Saint-Gobain Sekruit soll der Idee nachgehen, beschädigtes Autoglas zu recyclen. Aus dem wiederverwerteten Material entstehen neue Glasscheiben, die für den neuen Q4 e-tron zum Einsatz kommen. Phillippi betonte zudem, dass die Ansätze der Kreislaufstrategie am Audi-Standort San José Chiapa in Mexiko getestet werden sollen. Hier produziert der OEM bereits seit 2018 vollständig abwasserfrei.

Charging Hubs sollen weltweite Ladeinfrastruktur optimieren

Ein weiteres Exponat des Autobauers adressiert das Thema, das im Bereich der Elektromobilität nach wie vor Zweifel hervorruft: die Ladeinfrastruktur. Lange Zeit waren Lade- und Reichweitenangst große Minuspunkte für E-Mobilität. Einer Studie der KfW-Bank zufolge erklären immer noch mehr als die Hälfte der befragten Haushalte, sich die Anschaffung eines E-Autos wegen der fehlenden Ladeinfrastruktur nicht vorstellen zu können. Um dieses Problem zu lösen, plant Audi ein weltweites Netz aus sogenannten Charging Hubs.

Besonders im urbanen Raum sollen die Schnellladestationen mit High-Power-Charging-Plätzen, die sich per App reservieren lassen, eine autarke Ladeinfrastruktur ermöglichen. Als Stromspeicher fungieren dabei gebrauchte und aufbereitete Lithium-Ionen-Batterien, die aus zerlegten Entwicklungsfahrzeugen stammen. Die Resonanzen aus der Pilotphase des ersten Charging Hubs in Nürnberg fallen dem Hersteller zufolge durchweg positiv aus und bestärken den Plan, in naher Zukunft Hubs in Zürich, Berlin und Salzburg folgen zu lassen.

Projektleiter Ralph Hollmig berichtet zudem von weiteren Services, die Kunden in den Schnellladestationen zur Verfügung stehen. Neben einer Tauschstation für E-Fahrrad-Akkus und einem Leihservice für E-Scooter stehe den Nutzern eine Lounge als Wartebereich zur Verfügung, die zusätzlich Desktopplätze, Gastronomie und andere Komfortservices anbietet. “Wir verkaufen am Ende des Tages nicht nur Fahrzeuge, sondern gesamte Ökosysteme”, kommentiert Hollmig.

Audi Stiftung für Umwelt stellt Förderprojekte vor

Auch die Audi Stiftung für Umwelt präsentierte auf dem Greentech Festival ausgewählte Förderprojekte. Unter anderem das deutsch-indische Startup Nunam. Das Jungunternehmen bringt drei elektrische Rikschas auf Indiens Straßen, die mit Second-Life-Batterien aus Erprobungsfahrzeugen der E-tron-Testflotte angetrieben werden. Entwickelt wurden die drei Prototypen gemeinsam mit Azubis des Audi-Standortes Neckarsulm. Die E-Rikschas sollen einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt werden und Frauen die Teilhabe am Handel und sichere Transportwege ermöglichen.

Zudem entwickelt die Audi Stiftung für Umwelt mit der TU Berlin im Projekt Urbanfilter ein Filtersystem für den Straßenablauf. Die smarten Filter sollen dazu beitragen den Mikroplastikanteil, der sich beispielsweise durch Reifenabtrieb ergibt, im Abwasser und somit in der Umwelt zu reduzieren. Mithilfe eines modularen Aufbaus und einem intelligenten Vernetzungskonzept werden Informationen über Wetter sowie Verkehrsaufkommen mit der Einsatz- und Routenplanung von Straßenreinigungsfahrzeugen kombiniert, um den optimalen Zeitpunkt der Filterleerung zu bestimmen. Neun Module für die Bereiche Straße, Schacht und Ablauf konnten bisher entwickelt werden, die zum optimalen Rückhalt verschiedener Schmutzfraktionen wie Mikroplastik, aber auch Plastikverpackungen, Zigarettenkippen, Hundekot oder Laub beitragen.

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