Ein BMW 4er Coupe steht in der Werkshalle in Dingolfing.

Seit diesem Sommer läuft das neue BMW 4er Coupé in Dingolfing vom Band. Künftig kommen noch ganz andere Modelle hinzu. Bild: BMW

| von Yannick Tiedemann

Seit am 27. September 1973 ein roter BMW 520 als erstes Fahrzeug in Dingolfing vom Band rollte, hat sich der Standort für den Münchener Autobauer zum internen Qualitätssiegel gemausert. „Made in Dingolfing“ beschreibt seitdem vor allem die großen Modelle von BMW: vom 5er über den 7er bis zur 8er-Reihe. Auch Derivate des 3er und 4er werden inzwischen gebaut – auf dem ehemaligen Gelände des Goggomobil-Herstellers Hans Glas GmbH, den man im Jahr 1967 übernahm.

80.000 Quadratmeter für E-Antriebe

In den vergangenen fast 50 Jahren entwickelte sich Dingolfing nicht nur zum größten BMW-Werk in Europa, sondern auch zu einem zentralen Standort für Pressteile, Fahrwerks- und Antriebskomponenten. So liefert das Werk auch maßgebliche Elektrifizierungsumfänge für BMWs Elektromodelle – ein Bereich, der derzeit massiv erweitert und auf bis zu 2.000 Mitarbeiter ausgebaut wird. Ab 2022 soll über eine halbe Million E-Antriebe pro Jahr das Werk verlassen. Die dafür vorgesehene Fertigungsfläche soll sich in den nächsten Jahren von 8.000 auf 80.000 Quadratmeter verzehnfachen.

Kostspielige Investitionen

Die Investitionen in den Standort unterstreichen seine Wichtigkeit für die BMW Group: Allein für die sechste Generation des 7er flossen über drei Jahre verteilt über eine halbe Milliarde Euro ins Werk – unter anderem um es für wichtige Zukunftsthemen wie Elektrifizierung und Leichtbau weiter zu ertüchtigen. So wurden im Zuge des Anlaufs des 7ers etwa eine eigene CFK-Produktion und ein neuer, für Mischbau optimal ausgelegter Karosseriebau geschaffen. Und auf Dingolfingens Schultern ruht in den nächsten Jahren nicht weniger als die Zukunft der Marke: Ab 2021 rollt der iNext vom Band, der bei BMW die Themen Elektroantrieb, autonomes Fahren und Vollvernetzung vereint. 400 Millionen Euro lässt sich BMW den Umbau für den iNext nochmal kosten.

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